Der Regionalverband FrankfurtRheinMain will die Windkraft in Hessen weiter ausbauen. Ursprünglich waren gleich zwei Windvorranggebiete bei Bad Homburg ausgewiesen: ein 175 Hektar großes Areal zwischen Saalburgchaussee und Köpperner Tal und eine 41 Hektar große Fläche, die am Ende der Elisabethenschneise in der Nähe vom Sandplacken liegt. Insgesamt waren also Flächen von insgesamt knapp 200 Fußballfeldern mitten im Taunus vorgesehen. Im Rahmen der ersten Offenlage des Entwurfs wurden fast 3000 Einwände von Bürgerinnen und Bürgern sowie Kommunen geprüft, auch die CDU-Verbände in Bad Homburg und Friedrichsdorf lehnten schon frühzeitig die Pläne ab und riefen dazu auf sich bei diesem Thema einzubringen. Auf der hierfür eingerichteten Internetseite http://www.taunus-ohnewindpark.de haben zusätzlich 1.600 Bürgerinnen und Bürger ihren Unmut geäußert.

„Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandskammer der Regionalversammlung hat nach massivem Widerstand aus Bürgerschaft und Politik nun beschlossen, dass beide rund um Bad Homburg befindliche Vorrangflächen gestrichen werden. Aus Sicht der CDU-Fraktion ist das eine sehr gute Nachricht! Bereits im Jahre 2017 hatte die Stadtverordnetenversammlung auf unsere Intention hin beschlossen, dass sich die Stadt Bad Homburg gegen die Errichtung der Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ausspricht. Dabei haben wir stets betont, dass wir grundsätzlich den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und uns zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung bekennen. Wir sind jedoch der Auffassung, dass bei der Auswahl der Standorte für Windräder eine sorgfältige Abwägung zu treffen ist. Hierbei ist uns besonders wichtig, dass Windräder in die Landschaft passen müssen und diese nicht zerstören dürfen. Genau das wäre aber bei uns im Taunus der Fall gewesen – unser Wald hat in den letzten Jahren durch die Trockenperiode in Verbindung mit dem Borkenkäfer bereits genug gelitten!“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Oliver Jedynak.

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