Die CDU/SPD-Koalition in Bad Homburg setzt sich für eine schnelle Öffnung des Impfzentrums in Ober-Eschbach sein. In der kommenden Stadtverordentenversammlung beantragt die Koalition, dass der Magistrat der Stadt Bad Homburg sich gegenüber der Landesregierung stark macht, dass das lokale Impfzentrum schnellstmöglich eröffnet wird. "Es macht überhaupt keinen Sinn, gerade ältere Menschen die häufig mobilitätseingeschränkt sind, nun wie von der Landesregierung geplant, zum Impfen nach Frankfurt zu schicken. Die Kommunen und Kreise Hessens haben Großartiges geleistet und innerhalb weniger Wochen den Aufbau von insgesamt 28 lokalen Impfzentren mit entsprechender Infrastruktur gestemmt. Dass nun zunächst nur die sechs regionalen Impfzentren geöffnet werden sollen, halten wir für falsch", so die beiden Bad Homburger Fraktionsvorsitzenden Dr. Oliver Jedynak (CDU) und Tobias Ottaviani (SPD).

„Das Impfzentrum in Ober-Eschbach steht bereit, warum soll es nun weiter leer stehen? Gerade viele ältere Menschen scheuen den Weg nach Frankfurt. Dabei ist es wichtig, gerade die Risikogruppe der über 80-jährigen so schnell wie möglich, mit Hilfe der Impfung zu schützen. Am effizientesten ist daher die Öffnung des Impfzentrums in Ober-Eschbach. Der Weg nach Frankfurt ist gerade für diese Risikogruppe nicht vermittelbar!“ so Dr. Jedynak. „Selbst wenn aufgrund noch eingeschränkter Impfstoffkapazitäten das Bad Homburger Zentrum nur an drei oder vier Tagen geöffnet würde, wäre es ein Gewinn für die älteren Menschen. Nicht jeder hat Familie, die in dieser Situation unterstützen kann", ergänzt Ottaviani.

Um die Zeit bis zur Öffnung des lokalen Impfzentrums zu überbrücken, wird die CDU/SPD-Koalition ferner beantragen, dass die Stadt logistisch bei der Fahrt zum Impfzentrum nach Frankfurt helfen soll. Demnach wird der Magistrat gebeten sogenannte "Impftaxis" für Seniorinnen und Senioren einzurichten, die nur eingeschränkt mobil sind. "Wir müssen unser bestes tun, damit jeder tatsächlich auch die realistische Möglichkeit bekommt, zum Impfzentrum zu fahren. Gerade bei nicht mobilen Seniorinnen und Senioren besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht den Weg bis nach Frankfurt auf sich nehmen wollen und können und demnach auf eine zügige Impfung verzichten." so Dr. Jedynak. "Es kann nicht im Sinne des Erfinders sein, dass risiko belastete Altersgruppen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Frankfurt fahren. Dem wollen wir mit unserem Antrag entgegenwirken - bis das Impfzentrum hier vor Ort öffnet", ergänzt Ottaviani.

CDU und SPD möchten mit ihrem Antrag dem Magistrat den Rücken stärken, ihre Forderung nach schnellstmöglicher Öffnung des Bad Homburger Impfzentrums bei der Landesregierung mit Nachdruck vorzubringen. Im Übrigen wäre das auch ein Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger im Usinger Land, die dann ebenfalls nicht den Weg nach Frankfurt auf sich nehmen müssten, zeigen sich die beiden Fraktionsvorsitzenden überzeugt.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag