Seit langer Zeit hoffen viele Bad Homburger auf die Realisierung eines Unterhaltungskomplexes mit Kino und Club am Bad Homburger Bahnhof. Trotz Corona-Pandemie gibt es bei diesem Projekte positive Neuigkeiten: Nachdem das Stadtparlament bereits Ende 2019 den Weg für das Projekt frei gemacht hatte und die Verträge mit dem Investor unterzeichnet wurden, ist nun auch die Baugenehmigung für den Kino-Komplex erteilt.

Sieben Kinosäle für insgesamt 900 Besucher

Das Entwicklungskonzept des Hamburger Investors ProCom GmbH & Co. KG sieht unter anderem einen multifunktional nutzbaren Kinokomplex mit sieben Sälen und 900 Sitzplätzen, ein Parkhaus für 400 Fahrzeuge, eine Rooftop-Bar, Einzelhandelsflächen sowie einen Fitness-Club vor. Nach Ansicht des Kinobetreibers muss ein moderner Kinokomplex über derart viele Säle verfügen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Welche Läden in den geplanten Komplex hineinkommen, wird mit dem städtischen Zentrenkonzept abgestimmt, um den Einzelhandel in der Innenstadt nicht zu schwächen. Denkbar sind Geschäfte, die Reisende versorgen: eine Apotheke, eine Drogerie oder beispielsweise ein Lebensmittelmarkt.

Kinopolis hält am Kinoprojekt fest!

Das geplante Kino soll von der deutschlandweit bekannten Kinopolis-Gruppe aus Darmstadt betrieben werden. Kinopolis gehört mit 17 Standorten und 137 Leinwänden zu den großen Kinobetreibern in Deutschland und möchte trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie an dem Bad Homburger Kinoprojekt festhalten. Vor 25 Jahren eröffnete das Unternehmen im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach das erste Multiplexkino in der Region. Teil des Konzepts für das kommende Kinocenter sei eine "hochmoderne technische und räumliche Ausstattung" der geplanten sieben Säle, vorgesehen seien beispielsweise Komfortsessel mit Fußhockern, D-Box-Motion-Seats in ausgewählten Bereichen sowie natürlich Gastronomie und eine Lounge. Kinopolis verspricht Kino auf höchstem Niveau, mit einem breit gefächerten Filmangebot für alle Ziel- und Altersgruppen.

Spatenstich im ersten Quartal 2021

Positive Neuigkeiten gibt es auch im Hinblick auf den Zeitplan: Die Baugenehmigung für den Kino-Komplex liegt mittlerweile vor, sodass die Stadtverwaltung den Weg für den Kinobau frei gemacht hat. Nach Aussagen des Investors wird es bereits im ersten Quartal 2021 einen Spatenstich geben. Der Vertragsschluss mit dem Hamburger Investor hat sich auch unter Aspekten der Stadtentwicklung gelohnt, da nun die Entwicklung der weiteren Freiflächen entlang der Basler Straße nun aus einer Hand erfolgt. Unterhalb des Kinokomplexes werden bereits jetzt von der Procom modernste Büroflächen geschaffen. Bis Ende 2021 soll der erste Bauabschnitt für das Büroquartier „EO“ entstehen.

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