Die CDU-Fraktion Bad Homburg begrüßt die späte Einsicht des Bündnisses, auf dem ehemaligen Vickersgeländes nunmehr auch qualitativ hochwertige Bebauung vorzusehen.
 
„Das Jacobiquartier soll sich harmonisch in die Umgebung einfügen und ein attraktives Umfeld bieten“, so die Sprecherin der CDU-Fraktion im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss, Ursula Conzelmann. „Zu befürworten ist auch die geplante frühzeitige Bürgerbeteiligung. Dies zeigt, dass der Argumentationsdruck der CDU und der an das ‚Vickersareal’ angrenzenden Bürgerschaft gewirkt hat“, so Conzelmann.
 
Irritiert zeigt sich die Union hingegen, warum das Bündnis in den Monaten zuvor wegen der lediglich 30 „günstigen“ Wohnungen einen derartigen Wirbel veranstaltet hat. „Das Bündnis wollte ursprünglich 4 Millionen Euro an Nachzahlungen leisten und das für im Ergebnis lediglich 30 Wohnungen im niedrigen Preissegment“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „60 der 300 Wohnungen werden fast zur Kostenmiete von unter 10,00 € pro Quadratmeter angeboten. Da muss sich Oberbürgermeister Korwisi schon fragen lassen, wo bei ihm günstiger Wohnraum anfängt“, so Hetjes.
 
„Problematisch ist zudem, dass das Projekt nun nicht mehr in den Händen der Stadt liegt, sondern ausschließlich durch eine Wohnungsbaugesellschaft gesteuert wird, die ihre Mieter in Bad Homburg einquartieren will, was wiederum durch die Stadt Bad Homburg im Rahmen von Förderungen bezuschusst wird. Wirtschaftlichkeit und bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener, junge Familien und Alleinstehende zu schaffen, sieht anders aus!“ so Hetjes.
 
Und Conzelmann rechnet vor: „4 Millionen Euro Einsparung an die Firma Eaton Vickers durch spätere Bebauung des Grundstücks, 6,9 Millionen Euro aus dem Verkauf des hälftigen Grundstücks für die frei verkäuflichen 150 Wohnungen, 10 Millionen Euro aus der früheren Spielbankrücklage ergibt als Gesamtergebnis über 21 Millionen Euro, welche für den Bau der Wohnungen zur Verfügung stehen. Wenn man nun alle Wohnungen durch einen Investor bauen lässt, die Hälfte der 300 Wohnungen im eigenen Bestand für Geringverdiener belässt und sie durch die Hochtaunusbau verwalten lässt, verdient die Stadt daran jedes Jahr - trotz sozialverträglicher Mieten von nur 6,50 € - etwa eine Millionen Euro, welche zur weiteren Wohnbauförderung und den Neubau der Kita auf dem ‚Vickersgelände’ verwendet werden könnte“, so Conzelmann.

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