Die jüngsten Vorkommnisse am Rathaus als auch rund um das Kurhaus durch aggressive Jugendliche sorgen in der CDU-Fraktion Bad Homburg für Fassungslosigkeit und Unverständnis.
„Für uns hat die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Bad Homburg oberste Priorität. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Menschen abends nicht mehr vor öffentliche Gebäude oder in den Kurpark trauen. Ganz gleich welcher Nationalität, Religion oder sozialem Status diese aggressiven und zum Teil kriminellen Personen zugeordnet werden, hier gilt für uns kompromisslos die Null-Toleranz-Grenze. Aus
diesem Grund haben wir in einem Antrag den Magistrat gebeten, in einer der nächsten Sitzungen des Hauptausschusses zu berichten, welche Maßnahmen die Stadt Bad Homburg gegen die vermehrten kriminellen Übergriffe im Bereich des Rathauses, des Kurhauses sowie des Kur- und Jubiläumsparks ergreifen wird. Hierbei sollen alle potentiellen repressiven und präventiven Maßnahmen aufgezeigt
und bewertet werden, wie zum Beispiel Einführung einer Videoüberwachung an bestimmten Standorten oder Verstärkung des Sicherheitsdienstes bzw. der Stadtpolizei, die weitere Zusammenarbeit mit der Landespolizei sowie Streetworking als präventive Maßnahme“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Jedynak.
„Natürlich geht es uns nicht darum, die Jugendlichen von den öffentlichen Plätzen zu vertreiben oder fernzuhalten. Ganz im Gegenteil, durch unsere Anträge zum Public Viewing bei der Weltmeisterschaft, spezielle Jugendveranstaltungen oder auch dem Bau des Kino- und Club-Komplexes möchten wir Bad Homburg gerade für junge Menschen und Jugendliche attraktiver machen. Doch hierbei ist ein
respektvoller Umgang miteinander und die Einhaltung von Recht und Ordnung Grundvoraussetzung. Zusätzlich ist Bad Homburg als Musterkommune für das KOMPASS-Programm ausgewählt worden. Wir möchten daher auch vom Magistrat erfahren, inwiefern das Programm bei den zu ergreifenden Maßnahmen berücksichtigt werden kann und wird“, so Jedynak abschließend.
KOMPASS steht für das KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel. Das bundesweit einmalige Programm startet zunächst in den vier Modellkommunen, darunter Bad Homburg v. d. Höhe. Dort werden ab sofort passgenaue Sicherheitskonzepte durch die beteiligten Sicherheitspartner Kommune, Polizei, Bürger und weitere gesellschaftliche Akteure erarbeitet und gemeinsam umgesetzt. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention.

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