Die jüngsten Entwicklungen um den geplanten Verkauf des Rathauses und den Vorschlag von Oberbürgermeister Korwisi, die Stadtverwaltung könne als Mieter nach einer Sanierung in die Räumlichkeiten zurückkehren, rufen bei der CDU-Fraktion Bad Homburg Erinnerungen an eine Stadtverordnetenversammlung im September letzten Jahres  hervor.
 
„Die CDU-Fraktion Bad Homburg hatte in der Vergangenheit wiederholt auf eine Mietlösung in Sachen Rathaus gedrängt“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 27.09.2012 hatte die CDU hierzu einen Antrag eingebracht, mit der Bitte, eine Mietlösungsvariante zu prüfen, was jedoch von den Bündnisfraktionen aus SPD, Grünen, NHU und BLB mit 26:21 Stimmen mehrheitlich abgelehnt wurde (siehe Auszug des Protokolls anbei). Daher überrascht es umso mehr, dass der OB und sein Bündnis nun eine 180-Grad-Wende vollziehen und sich unserem Vorschlag, das Rathaus zu verkaufen und als Mieter dort wieder einzuziehen, letztlich angeschlossen haben. Selbstverständlich ist aber die späte Einsicht des Oberbürgermeisters grundsätzlich zu begrüßen, getreu dem Motto: besser spät als nie“, erklärt Hetjes, der darüber hinaus jedoch bedauert, von einer solch wichtigen Entwicklung für die Stadt wieder einmal nur aus der Presse erfahren zu müssen.
 
Die CDU-Fraktion fordert OB Korwisi jedoch gleichzeitig auf, den künftigen Mietvertrag auch mit Weitblick auszuhandeln. „Auch der gute Ansatz einer Mietlösung bringt nichts, wenn Verträge unzureichend und zu Lasten der Stadt verhandelt werden“, so die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Ursula Conzelmann. „Letzteres hat der Oberbürgermeister leider in der Vergangenheit und erst kürzlich am Karstadt-Parkhaus unter Beweis gestellt. Die Verträge binden die Stadt finanziell die nächsten Jahre und Jahrzehnte und ein weiterer schlecht ausgehandelter Vertrag wird den Haushalt unserer Stadt über Jahre belasten“, warnt Conzelmann.

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