Die meisten Flüchtlinge, die nach Bad Homburg kommen, stammen aus Eritrea, Somalia, Afghanistan, Irak und Syrien und haben einen gefährlichen Weg hinter sich. Es handelt sich vor allem um junge Männer, aber zunehmend auch Familien bzw. Frauen mit ihren Kindern oder unbegleitete Jugendliche, die alleine und auf sich selbst gestellt hier ankommen.

Zurzeit leben in Bad Homburg etwa 320 Flüchtlinge. Sie werden vom Hochtaunuskreis beziehungsweise der Stadt mit Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und medizinisch notwendiger Behandlung versorgt. Die Kinder werden Kindertagesstätten beziehungsweise den für sie zuständigen Schulen zugewiesen.

Alle Flüchtlinge waren traumatischen Erlebnissen auf der Flucht ausgesetzt. Besonders die Kinder und Jugendlichen, ihrer Heimat mit Verwandten und Freunden entrissen, leiden stark darunter. Auch wenn sie es sind, die besonders schnell unsere Sprache lernen, sind sie doch für jede Art der Zuwendung von deutscher Seite sehr dankbar – und es gibt Bad Homburger, die ihre Hilfe anbieten!

Die CDU hat deshalb in der Februar-Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses einen Antrag eingebracht, der die Vermittlung von „Patenschaften“ zwischen diesen Kindern und Bad Homburger Familien ermöglicht. Es soll dabei nicht um finanzielle Hilfe, sondern um „immaterielle Unterstützung“ gehen: Gemeinsames Spielen, Stadt und Umgebung zeigen, zusammen kochen und essen, zuhören und Tipps geben.

Auch die jungen Männer, die nach ihrer Anerkennung aus der Asylbetreuung herausfallen, könnten von solchen „Paten“ sinnvoll begleitet werden. Der Antrag wurde von allen Fraktionen einstimmig angenommen. Jetzt ist die Stadt am Zug: Die CDU wird auf einer zeitnahen Umsetzung bestehen. 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag