Seit einigen Jahren vermehren sich Nilgänse unkontrolliert entlang der Gewässer in unseren Parks und entwickeln sich zunehmend zu einem Problem für den Menschen und auch für unsere heimischen Entenarten, die von den eingewanderten Nilgänsen verdrängt werden.

Besorgniserregend für die Parkbesucher ist insbesondere der Nilganskot auf den Gehwegen und Wiesenflächen, der nicht nur unschön aussieht, sondern auch gesundheitsgefährdend ist. Im Kot der Gänse wurden viele gesundheitsschädliche Keime, E.-Coli-Bakterien und Salmonellen nachgewiesen. Beim Liegen oder Spielen auf den Wiesen besteht das Risiko, dass man sich hiermit infiziert, was vor allem für Kinder ernste gesundheitliche Folgen haben kann. Bekannt ist auch, dass vor allem während der Aufzuchtphase von Nachwuchs die Gänse durch aggressives Verhalten gegenüber Menschen auffallen. „Daher wollen wir uns zusammen mit Fachleuten und Vertretern von Natur-, Tierschutz- und Jagdverbänden beraten, wie man die Nilganspopulation unter Kontrolle bekommen kann“, so Hendrik Hoffmann, Sprecher der CDU-Fraktion im Kultur-, Sport- und Freizeitausschuss. Hoffmann ruft gleichzeitig dazu auf, die Nilgänse bitte nicht zu füttern. Bad Homburg ist mit der Nilgansproblematik bundesweit nicht alleine. Viele Städte sind besorgt über den sprunghaften Anstieg der Populationen. Frankfurt hat bereits reagiert, nachdem Nilgänse nicht nur die Parks belagerten, sondern auch das Brentanobad für sich entdeckt hatten. Es sollte nicht so weit kommen, dass Nilgänse auch in Bad Homburg das städtische Schwimmbad für sich beanspruchen.

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