Modernes Stadtmarketing hat die Aufgabe, die bestehenden Standortvorteile einer Stadt mit Hilfe aller Akteure vor Ort und mit Hilfe von Experten zu definieren, im Sinne einer strategischen Entwicklungsplanung zu fördern und nach innen und außen hin zu kommunizieren. Davon sind wir in Bad Homburg derzeit meilenweit entfernt. Es sind also neue Konzepte für unser Stadtmarketing gefragt, um im Wettbewerb der Städte um Menschen, Unternehmen und Arbeitsplätze zu bestehen sowie die Finanzkraft der Stadt und damit ihre Handlungsfähigkeit für die Zukunft zu sichern.

Die Städte stehen seit einigen Jahren im Hinblick auf Lebensqualität, Wirtschaftsförderung und Infrastruktur in einem immer stärker werdenden Wettbewerb zueinander. Dies trifft vor allem auf Metropolregionen wie das hochverdichtete Rhein-Main-Gebiet zu. Denn Menschen und Unternehmen sind flexibler geworden und bereit, ihren Wohnort bzw. ihren Standort zu wechseln. Zudem sind die Städte aufgrund der schwierigen kommunalen Finanzlage auf gute Einnahmen aus Gewerbe- und Einkommenssteuer angewiesen, um handlungsfähig zu bleiben. Dadurch erhöht sich der Druck auf Städte wie Bad Homburg, beste Bedingungen zu schaffen für Handel, Dienstleistung, Mittelstand, Sozialwesen, Bewohner und Besucher.

Insgesamt ähnelt die Wettbewerbssituation der Städte heute jener von großen Wirtschaftsunternehmen, die ihre Leistungen konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten müssen, um bestehen zu können. Daher ist es nur folgerichtig, dass sich zunehmend auch die Städte auf die Bedürfnisse ihrer „Kunden“ fokussieren und sich zudem jener Instrumente bedienen, die in der Wirtschaft erfolgreich zum Einsatz kommen: eine strategische Entwicklungsplanung, um Finanzmittel zielgerichtet einsetzen zu können, sowie eine starke Profilierung als Marke, um unverwechselbar zu sein und Menschen bzw. Unternehmen und Arbeitsplätze an sich zu binden.

Ein solches umfassendes Stadtmarketing gehört heute zu den weichen Standortfaktoren und ist damit Teil einer modernen Wirtschaftsförderung.

Für die derzeitige Bad Homburg Stadtführung ist dies leider ein Fremdwort. Schlimmer noch: Es wurde sogar die noch von der CDU auf den Weg gebrachte Erarbeitung eines Masterplans als Regiebuch für die Stadtentwicklung vom Korwisi-Bündnis wieder gekippt und das Marketingbudget sogar gänzlich gestrichen. Hierdurch blieben in den vergangenen Jahren Potenziale und Synergien von vereinzelt bereits angestoßenen Maßnahmen ungenutzt, Chancen wurden vertan. Ein „weiter so“ kann sich Bad Homburg nicht leisten, gerade auch im Hinblick auf die in Schieflage geratenen städtischen Finanzen. Wir müssen definieren, wohin sich unsere Stadt langfristig entwickeln soll. Dafür brauchen wir einen Politikwechsel!

Wie gestalten wir langfristig ein harmonisches Stadtbild und attraktive öffentliche Räume für Bewohner und Besucher? Wie schaffen wir es, dass mehr Kaufkraft in Bad Homburg verbleibt und wir unsere Zukunft als Einkaufsstadt im Rhein-Main-Gebiet sichern? Wie geht es mit unserem Kongressstandort weiter? Wie machen wir unsere Infrastruktur fit für die Zukunft?

Für alle dies Fragen möchten Alexander Hetjes und die Bad Homburger CDU ein strategisches Konzept als Regiebuch für unsere Stadtentwicklung auf den Weg bringen. Es soll mit Hilfe von externem Sachverstand sowie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und der Wirtschaft erarbeitet werden. Ziel ist es, alle einzubinden, die sich in unserer Stadt engagieren, damit die Stadtentwicklung von einer breiten Basis getragen wird.

Eine Entwicklungsstrategie ist eine wichtige Voraussetzung für ein ganzheitliches Kommunikationskonzept, um das Profil von Bad Homburg zu schärfen und unsere Stadt besser zu vermarkten – nach innen in Richtung Bürgerschaft und Unternehmen sowie nach außen. Kommunikation und Markenprofilierung sind Kernaufgaben des Stadtmarketings und müssen zukünftig in Bad Homburg neu gedacht werden.

Insgesamt brauchen wir eine ehrlich gemeinte und gelebte Kommunikationskultur in unserer Stadt. Hier sollte das Stadtmarketing künftig eine koordinierende Rolle übernehmen sowie den Dialog und die Beteiligungsprozesse zwischen Politik bzw. Verwaltung, Bürgerschaft, Vereinen und Unternehmen moderieren. Auch innerhalb der Verwaltung kann das Stadtmarketing disziplinübergreifend Akteure vernetzen und dazu beitragen, dass Impulse für einzelne Projekte aus benachbarten Disziplinen beigesteuert werden können. So kann das reichlich vorhandene Potenzial unserer eigenen Spezialisten stärker genutzt werden.

Zu einer ganzheitlichen Vermarktung Bad Homburgs gehört auch ein abgestimmtes Auftreten der Stadt nach außen. Unser traditionsreicher Werbeslogan „Champagnerluft und Tradition“ und die gesamte Positionierung stammen aus den 80er Jahren. Sie müssen weiterentwickelt werden, um die Marke Bad Homburg zu stärken. Wir brauchen ein zeitgemäßes übergreifendes Vermarktungskonzept für unsere Stadt sowie einheitliche Gestaltungsrichtlinien  für die gesamte städtische Kommunikation, also für Plakate, Informationsbroschüren, Verwaltungspublikationen, Dokumentvorlagen, den Internetauftritt, die Stadteingangsschilder usw. Derzeit herrscht hier unkoordiniertes Stückwerk, wodurch eine Marken- und Imagebildung nachhaltig erschwert wird.

Zusammenfassend bleibt also festzuhalten: Viele Städte nutzen sehr erfolgreich die Möglichkeiten des Stadtmarketings, um sich im interkommunalen Wettbewerb zu positionieren. Bei und in Bad Homburg gibt es diesbezüglich viel nachzuholen.

Mit Alexander Hetjes und der CDU wird es auch hier einen Politikwechsel geben – und damit ein modernes Stadtmarketing für einen starken Standort mit hoher Lebensqualität. 

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