Vor dem Hintergrund der Wohnbauentwicklung auf dem „Vickers-Areal“ werden die angrenzenden Verkehrsanlagen zukunftsfähig ausgebaut. Eine entsprechende Vorlage wurde am Mittwoch mehrheitlich im Verkehrsausschuss beschlossen. „Mit der Errichtung von Radfahrstreifen und Radwegen in der Frölingstraße und der Möglichkeit des Radfahrens entgegen der Einbahnstraße wird der Schulweg zur Humboldtschule deutlich sicherer sein.

sein. Eine derart umfangreiche
Radverkehrsmaßnahme hat es in Bad Homburg noch nicht gegeben“, betont der CDU-
Fraktionsvorsitzende Dr. Oliver Jedynak. „Bei allem Respekt vor den Forderungen des ADFC darf
man hierbei nicht vergessen, dass durch die Errichtung der Radwege bereits um die 100 KFZ-
Stellplätze für Anwohner entfallen werden. Eine weitere Belastung der Anwohner steht in keiner
Verhältnismäßigkeit“, stellt Jedynak klar. Den Forderungen nach Errichtung eines Radweges im
Schaberweg erteilt die CDU-Fraktion eine Absage: „Im Zuge der Erarbeitung des
Radverkehrskonzepts waren sich die Mitglieder des Arbeitskreises darüber einig, dass der
Schaberweg im Prinzip keine Verbindungsfunktion hat und hier insofern auch nicht das Erfordernis zur
Einrichtung von Radverkehrsanlagen besteht. Das geringe Radverkehrsaufkommen wird sich auch
durch das neue Quartier mit Kita und Nahversorger nur unwesentlich verändern. Grund hierfür ist die
geplante komfortable Querungsmöglichkeit des Vickers-Areals im Bereich der Kita und des
Nahversorgers, sodass diese bequem von der Frölingstraße aus erreichbar sein werden“, so der
CDU-Fraktionsvorsitzende.
Zur Ergänzung des geplanten Vorhabens wurde im Verkehrsausschuss der CDU-Antrag beschlossen,
dass auf der Horexbrücke der Radverkehr in beide Richtungen mindestens durch Schutzstreifen,
möglichst aber durch Radfahrstreifen geschützt werden soll. Diese Streifen sollen an die bestehenden
Radfahrstreifen in der Justus-von-Liebig-Straße angeschlossen werden. Dazu soll mindestens einer
der vier Kfz-Fahrstreifen auf der Horexbrücke entfallen. Hierzu führt der verkehrspolitische Sprecher
der CDU-Fraktion Dr. Roland Mittmann aus: „Die Horexbrücke ist die einzige geeignete Zufahrt für
Radfahrer von der Innenstadt ins Gewerbegebiet: Eine Durchfahrt durch den Bahnhof ist nicht
möglich, Hessenring/Pappelallee sind zu schmal und gefährlich, die Brücke bei Fahrrad Denfeld und
die „Rübenbrücke“ in Verlängerung des Wiesenwegs sind sehr abgelegen. Der vierstreifige Zustand
der Horexbrücke bedeutet ein hohes Risiko für Radfahrer. Zumindest einer der beiden Fahrstreifen in
Richtung Gewerbegebiet scheint uns entbehrlich, da der Verkehr in die Richtungen Horexstraße und
Justus-von-Liebig-Straße jeweils völlig frei fließen kann.“

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