"Eine maßvolle attraktive Wohnbebauung, die die Infrastruktur des Stadtteils Dornholzhausen berücksichtigt und Flächen für Allgemeinbedarf entlang den Hauptverkehrsstraßen vorhält, das war die ganze Zeit und das ist auch weiterhin die Position der CDU für die weitere Entwicklung auf dem Lilly-Gelände," erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU Dr. Alfred Etzrodt und weist damit die Vorwürfe eines Zickzack-Kurses klar zurück.

"Die CDU hat im Bauausschuss zugestimmt, auf dem Lilly-Areal auch Wohnungsbau zuzulassen, da weiterer Wohnraum in Bad Homburg benötigt wird. Gleichzeitig haben wir aber auch eine Veränderungssperre durchgesetzt. Sie stellt sicher, dass auf dem Gelände keine Fakten geschaffen werden, bevor nicht der Bebauungsplan durch das Stadtparlament angepasst wurde. Damit behalten wir den Einfluss darauf, was konkret auf dem Gelände gebaut wird. Das war die Voraussetzung für unsere Zustimmung zur Umwidmung des Geländes in Mischgebiet", so Etzrodt weiter. Hintergrund sind die bestehenden unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich der Ausnutzung des Geländes. Die Tatsache, dass der Oberbürgermeister deswegen seine Magistratsvorlage auf der Sitzung des Dornholzhäuser Ortsbeirates am 13.09.2010 aus dem parlamentarischen Verfahren zurückgezogen hatte, statt sie in allen Gremien ausdiskutieren zu lassen, führte zwangsläufig zu den beklagten Verzögerungen.

Nach der Entscheidung im Bauausschuss kann nun ohne großen Zeitverlust ein neues vernünftiges Konzept für die künftige Bebauung des Lilly-Geländes erarbeitet werden. Denn das bestehende von der Verwaltung favorisierte Konzept ist für die CDU nicht tragbar: Angedacht ist, auf dem eher überschaubaren Lilly-Gelände, zusätzlich zu den jetzt schon bestehenden Gebäuden, 5 weitere 5-stöckige (mit Dachgeschoss) Wohnblocks und einige Reihenhäuser zu errichten. "Eine solche intensive Wohnbebauung ist mit der CDU nicht zu machen", stellt Etzrodt klar.

Die Infrastruktur von Dornholzhausen darf nicht überfordert werden. Vor allem die durch die vielen zusätzlichen Einwohner entstehenden Verkehrsprobleme an einem ohnehin neuralgischen Punkt, würden zum Kollaps führen. Außerdem handelt es sich beim Lilly-Gelände um das Entree für Dornholzhausen und auch für die Stadt Bad Homburg. Dem muss Rechnung getragen werden, hier darf keine "Bausünde" entstehen. "Deshalb halten wir, wie in unserem Antrag im Bauausschuss bereits vorgeschlagen, einen Architektenwettbewerb für dieses Gelände unter Einbeziehung des gegenüberliegenden Vereinshausgeländes für eine wichtige Ergänzung der jetzt beginnenden Planung", so Etzrodt.

Der Erhalt des besonderen Flairs des Stadtteils Dornholzhausen liegt der CDU am Herzen. Welches Konzept sich durchsetzen wird, darüber entscheiden die Bürger bei der Kommunalwahl am 27. März 2011.

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