Mit einiger Verwunderung reagiert die CDU-Fraktion Bad Homburg auf die TZ-Berichterstattung vom 12.03.2014, dass mit den Bauarbeiten zum Karstadt-Parkhaus nun doch erst 2015 begonnen werde.
 
„OB Korwisi hat für die Beschlussfassung über die Zukunft des Karstadt-Parkhauses den Magistrat und die Stadtverordneten in beispielloser Art unter Druck gesetzt und hierfür am 10.10.2013 sogar eine außerordentliche Stadtverordnetenversammlung einberufen lassen“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Hetjes. „Dies erfolgte seinerzeit mit der Begründung, wenn das Parlament jetzt nicht zustimme, werde das Parkhaus nie gebaut. Dies war offensichtlich eine bewusste Irreführung des Parlamentes, wie sich nunmehr herausstellt, denn das Parkhaus hätte demnach auch ohne die Kur- und Kongreß-GmbH als Betreiberin realisiert werden können. Viel schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass aufgrund des Drucks des OB der Vertrag zwischen dem Investor und der Kur- und Kongreß-GmbH so schlecht ausgehandelt wurde, dass erhebliche finanzielle Risiken zulasten der Stadt bewusst in Kauf genommen wurden. Denn die erforderlichen Erträge wird die Kur nach objektiven Gesichtspunkten niemals erwirtschaften können und das Parkhaus wird somit für die Stadt ein reines Zuschussgeschäft bleiben“, kritisiert Hetjes und erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die CDU vor dem Abschluss dieses nachteiligen Mietvertrages zwischen Investor und Kur gewarnt und eine entsprechende Magistratsvorlage in der damaligen Parlamentssitzung abgelehnt hatte. Auch das Bündnis hatte die Vorlage nur mit einer hauchdünnen Mehrheit von einer Stimme beschließen können.
 
„Vor diesem Hintergrund sollte man vertragliche Nachverhandlungen mit dem Investor überdenken, eventuell lässt sich ein Schaden für die Stadt noch begrenzen“, fordert Hetjes.

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