Die Junge Union Bad Homburg (JU) fordert den Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg, Michael Korwisi, weiterhin dazu auf, Sponsoren für eine öffentliche Übertragung der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft anzufragen. Korwisi war in seiner Pressemitteilung der Aufforderung der JU ausgewichen und hatte lediglich darauf hingewiesen, dass die CDU einen Antrag während der Haushaltsberatungen hätte stellen können. JU-Vorsitzender und Stadtverordneter Oliver Jedynak: "Ehrlich gesagt waren Tim Hordorff und ich als Neulinge in der Stadtverordnetenversammlung davon ausgegangen, dass dieses äußerst populäre Projekt in einem größeren Haushaltsposten enthalten sein würde. So sind etwa im Haushalt 90.000 € für "Zuschüsse Kultur" oder 270.000 € für "Veranstaltungen Englische Kirche" eingeplant, es lässt sich diesem Punkt jedoch nicht entnehmen, welche Veranstaltungen genau vorgesehen sind. Für die Zukunft weiß ich jedoch, dass wir das Spiel 'Finde die Stelle im Haushalt, die Korwisi still und heimlich gestrichen hat' spielen und genau nachfragen müssen."

Der stellvertretende JU-Vorsitzende Clemens Wolf erinnert daran, dass die diesjährige Fußball-EM bereits in weniger alszwei Monaten beginne und die Zeit für die Organisation einer öffentlichen Übertragung dränge. "Wir als JU begrüßen es ausdrücklich, dass die SPD-Fraktion sich unserer Forderung anschließt und sich ebenfalls ein von privaten Trägern organisiertes Public Viewing mit Unterstützung durch die Stadt vorstellen kann", ergänzt der JU-Vize daher.

Der grüne Oberbürgermeister betont in seiner Pressemitteilung, dass die Feierlichkeiten zur Veranstaltungsreihe "100 Jahre Bad" von Bad Homburger Firmen eine nicht unerhebliche finanzielle Förderung erhielten. "Wir sehen, dass Herr Korwisi bereits guten Kontakt zu möglichen Sponsoren hergestellt hat. Diese Kontakte könnte er doch nun auch nutzen, um Sponsoren für ein Public Viewing zu gewinnen, anstatt die Veranstaltung heimlich, still und leise aus dem Haushalt fallen zu lassen und die Stadt für unzuständig zu erklären", so Jedynak.

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