Die Junge Union (JU) Bad Homburg begrüßt ausdrücklich, dass sich die CDU-Fraktion und die CDU-Stadträte entschlossen haben, die vom Viererbündnis und von Oberbürgermeister Korwisi angebotenen Posten auszuschlagen.

„Der Versuch, die CDU zu ködern, um damit wieder ‚heile Welt‘ zu spielen, ist gründlich misslungen“, erklärt der Stellvertretende JU-Vorsitzende Maximilian Meintgens. Er findet es nur konsequent, dass die CDU nicht bereit ist, die harte Arbeit zu übernehmen, für die andere dann die Lorbeeren einheimsen wollten: „Als Lastenträger für ein Bündnis, das zur Erlangung einer Parlamentsmehrheit auf die Stimme von Linkspartei oder Republikanern angewiesen ist, stehen unsere Leute zu Recht nicht zur Verfügung. Wer kein hehreres Ziel hat, als die CDU aus der Verantwortung zu drängen, um seine eigenen Leute zu installieren, der soll sich auch der vollen Verantwortung für Wohl und Wehe unserer Stadt stellen.“

Auch JU-Vorsitzender und Stadtverordneter Roland Mittmann steht ausdrücklich hinter der Entscheidung von CDU-Fraktion und -Stadträten: „Die CDU steht nicht für Postengeschacher, sondern für Inhalte. Am Einsatz der CDU für das Wohl der Bürger unserer Stadt wird es auch in Zukunft nicht mangeln.“ Dieser werde sich aber in Anträgen und Anfragen äußern, denn wenn ein Ausschussvorsitzender oder Dezernent verpflichtet sei, das umzusetzen und zu vertreten, was eine andere Mehrheit ihm aufgetragen hat, seien die Gestaltungsmöglichkeiten mehr als gering, zumal der Oberbürgermeister jederzeit Vorlagen der Dezernenten zurückziehen oder die Dezernate anderweitig verteilen könne.

Mit Kopfschütteln quittiert Mittmann zudem die Aussage von Oberbürgermeister Korwisi, bisher seien alle im Magistrat bereit gewesen mitzuarbeiten, und dies sei nun nicht mehr der Fall: „Meint er Dezernate, so sei dazu gesagt, dass auch bisher nicht alle Stadträte eines innehatten, darunter die Stadträte von SPD und NHU. Meint er inhaltliches Engagement, so sei ihm versichert, dass sich die CDU-Vertreter im Magistrat auch weiterhin engagiert inhaltlich einbringen werden.“

„Nachdem der ach-so-unabhängige Korwisi sich im Kommunalwahlkampf nun doch mit grünen Federn geschmückt hat, ist es nur folgerichtig, wenn die CDU nicht bereit ist, ihm als oberstem Vertreter des Bündnisses zuzuarbeiten: Hätte er weiterhin einen leistungsfähigen Dezernenten behalten wollen, hätte er sein Bündnis nur davon zu überzeugen brauchen, Stadtrat Vollrath-Kühne (FDP) im Amt zu belassen, statt ihm Krokodilstränen hinterherzuweinen“, ist die JU überzeugt. Nur als Lückenbüßer hinzuhalten, bis das neue Bündnis sich Hauptamtliche von ihren Gnaden gewählt hat, komme für die CDU-Stadträte nicht in Frage. Aber auch so brauche sich Korwisi keine Sorgen zu machen: Bei elf ehrenamtlichen Magistratsmitgliedern würden sich sicherlich auch noch andere finden, um bereitwillig die von ihm angebotenen Mini-Dezernate zu übernehmen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag