Unter Bezugnahme auf die Berichterstattung der Taunus-Zeitung vom 27.06.2011 zeigt sich die Junge Union Bad Homburg über die Pläne des Jugend- und Sozialdezernenten Dieter Kraft (Grüne), die DJK nicht mehr in Kirdorf spielen zu lassen, irritiert. „Es kann nicht sein, dass ein Kirdorfer Sportverein, der seit 1920 aktiv ist, nicht mehr in Kirdorf spielen darf und die Verantwortlichen sich als bürgernah feiern lassen“, so JU-Vorsitzender Oliver Jedynak. Dass die DJK dazu verurteilt sei, im Streit zwischen der SpVgg 05 Bad Homburg und Vataspor den Kürzeren zu ziehen, sei für Jedynak klar gewesen, schließlich sei der Vorsitzende der SpVgg Oberbürgermeister Michael Korwisi und stellvertretender Vorsitzender Stadtverordnetenvorsteher Axel Dierolf. Es sei beschämend, wie sich ein Oberbürgermeister, der als unabhängig und bürgernah angetreten sei, jetzt unter dem Deckmantel der Befangenheit verstecke, so Jedynak weiter.

Maximilian Meintgens, Vorsitzender der JU-Kirdorf, sieht Krafts Pläne ebenfalls sehr skeptisch: „Die Sicherheit der jugendlichen Fußballer muss in diesem Fall vorgehen. Es ist unverantwortlich, junge Sportler, die zum allergrößten Teil in Kirdorf wohnen, quer durch die Stadt zur Sandelmühle zu schicken.“ Zudem stelle sich Meintgens die Frage, wie man Eltern aus Kirdorf erklären solle, ihre Kinder bei der DJK spielen zu lassen, obwohl ein anderer Fußballverein direkt vor ihrer Haustür trainieren kann.

Es sei eine gegebene Tatsache, dass Vereinssport in Bad Homburg, einer Stadt mit über 54 Vereinen mit über 13.700 Mitgliedern, eine wichtige Rolle einnehme, so Jedynak. „Die Junge Union Bad Homburg fordert Herrn Oberbürgermeister Korwisi deshalb auf, sich in die Sache einzumischen und der DJK zu helfen.“

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