Die Junge Union Bad Homburg (JU) zeigt sich enttäuscht darüber, dass das Korwisi-Bündnis entschieden hat, kein Public Viewing zu der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft zu veranstalten. In den vergangenen Jahren war das Public Viewing an der Schlossgarage, ob zur Welt- oder Europameisterschaft, immer eine erfolgreiche und gut besuchte Veranstaltung, die viele Bad Homburger Bürger erfreut und zusammengebracht hat. Vorstandsmitglied und Stadtverordneter Tim Hordorff hatte im Zuge der Stadtverordnetenversammlung die Anfrage gestellt, ob die Stadt auch in diesem Jahr plane, ein Public Viewing zu organisieren. Der grüne Oberbürgermeister Michael Korwisi, der sich selbst als unabhängig und bürgernah sieht, beantwortete die Anfrage des JUlers ohne eine Begründung mit einem kurzen "Nein!" und entschied sich somit gegen die Übertragung des Großereignisses, das bisher die Herzen von Jung und Alt gleichsam höher schlagen ließ.

„Und schon wieder ein Schlag ins Gesicht der Bad Homburger Bürger. Korwisi erhöht die Grund- und Hundesteuer, passt die Parkgebühren dem Spritpreis an und streicht nun auch noch das Public Viewing. Was will er noch machen, um zu zeigen, dass der Bürger für ihn an letzter Stelle steht?“ fragt JU-Vorsitzender und Stadtverordneter Oliver Jedynak provokant. Jedynak findet es unmöglich, dass bei den zahlreichen Veranstaltungen, welche im Zuge der Reihe "100 Jahre Bad" durchgeführt werden, die Kosten anscheinend nicht im Vordergrund stehen, bei einem Projekt, dass jedoch ein wahrer Publikumsmagnet und somit ein voller Erfolg war, krampfhaft gekürzt werden müsse. Tim Hordorff kann dies nur bestätigen: "Wir halten diese generationenübergreifende Großveranstaltung für ein Kulturevent – Bad Homburger erwarten in dieser Hinsicht nicht nur Statuen, Denkmäler und Museen!"

Für die JU ist das Projekt noch nicht gestorben. Sie fordert trotz der negativen Antwort des Oberbürgermeisters weiterhin ein Public Viewing in Bad Homburg. Wenn die Stadt keine eigene Veranstaltung organisiert, müsse man über Alternativen nachdenken. Die Jungpolitiker sehen Oberbürgermeister Korwisi in der Verantwortung und appellieren daher an die Stadt, private oder kommerzielle Veranstalter zu finden, die den Bad Homburgern eine gemeinsame Teilnahme an diesem spannendem Sportereignis ermöglichen könnten.

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