Die Junge Union Bad Homburg (JU) zeigt sich über die Entscheidung des Korwisi-Bündnisses, die Beförderung der Ehefrau des Oberbürgermeisters zu billigen und somit zu unterstützen, empört. Bei der heutigen Stadtverordnetenversammlung stimmten alle anwesenden Bündnismitglieder gegen eine Missbilligung der Vorgehensweise von Oberbürgermeister Korwisi und des Magistrats der Stadt Bad Homburg bei der Besetzung der Stelle der Personalchefin im Rathaus durch die Ehefrau des Oberbürgermeisters. Das Bündnis stimmte nun einer dritten familienbedingten Beförderung aus den Bündnisreihen innerhalb von nur wenigen Monaten zu. Erstaunlich ist, dass sich führende Bündnismitglieder zuvor am Informationsstand der Jungen Union von der Korwisi-Beförderung distanzierten und ihr Unverständnis darüber zeigten.

Als einen "Schlag ins Gesicht der Bürgerinnen und Bürger Bad Homburgs" bezeichnet JU-Vorsitzender und Stadtverordneter Oliver Jedynak das Verhalten des Minderheitenbündnisses und des Oberbürgermeisters. Bad Homburgs Bürger sind gegen die Beförderung von Frau Korwisi, da ist sich der JU-Vorstand einig. Dies zeige sich nicht nur bei der überwältigenden Reaktion auf die Flyer-Aktion der JU, sondern auch bei dem überdurchschnittlich guten Wahlergebnis des Landrates in Bad Homburg. "Natürlich schiebt Korwisi die grüne Niederlage auf eine angebliche Strukturkonservativität unserer Stadt. Mit solchen Äußerungen möchte er nur von seinen eigenen Problem wegkommen und die moralisch verwerfliche Beförderung seiner Ehefrau unter den Tisch kehren", so der JU-Vorsitzende.
 
Die JU ist der Überzeugung, dass durch die Beförderung der OB-Gattin die Vertrauenswürdigkeit der Bad Homburger Politik weiterhin stark leidet. "Solch ein Verhalten schadet nicht nur dem Korwisi-Bündnis, sondern dem Vertrauen in die Politik allgemein. Wen wundert es da noch, dass immer weniger Leute wählen gehen?", sagt die stellvertretende JU-Vorsitzende Annalena Gebhard.

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