Dietmar Schäfer heißt der alte und neue Vorsitzende des Kirdorfer Ortsverbands der CDU. Bei den alle zwei Jahre stattfindenden Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder den 43-jährigen selbständigen Architekten mit 91% der Stimmen an der Spitze des Ortsverbandes. Schäfer zur Seite stehen als Stellvertretende Vorsitzende Nicole Kohlhas, als Schriftführer Patrick Schüler sowie die Beisitzer Alexander Hetjes, Maximilian Meintgens, Roland Mittmann, Richard Müller und Pia Voigt. Ergänzt wird der Vorstand nach wie vor um Ehrenvorsitzenden Hans Leimeister.

Vorsitzender Schäfer ließ in seinem Bericht die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Hauptthema war dabei der engagierte Kommunalwahlkampf der Kirdorfer Union, die aktiv auf die Bürger zugegangen und an den letzten vier Samstagen vor der Wahl je an zwei bis drei Orten im Stadtteil gleichzeitig präsent gewesen war. Wie auch in der gesamten Stadt habe die CDU auch in Kirdorf Stimmen hinzugewonnen, dennoch habe es nicht für eine erneute Koalition unter CDU-Führung gereicht. Umso mehr setze sich der Ortsverband setze nun dafür ein, die Forderungen aus dem Wahlprogramm über ihre drei Stadtverordneten Nicole Kohlhas, Roland Mittmann sowie Fraktionsvorsitzenden Alexander Hetjes als Anträge in die Stadtverordnetenversammlung oder deren Ausschüsse einzubringen.

Zu den Ehrengästen der Versammlung gehörte neben Versammlungsleiter und CDU-Stadtverbandsvorsitzendem Thorsten Bartsch auch der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Holger Bellino, der verschiedene hessenweite Themen ansprach. Die Energiewende müsse auch für den Bürger bezahlbar sein, führte er aus: Die Wähler der Grünen könnten sich hohe Stromgebühren leisten, schließlich sei ihr Durchschnittseinkommen mittlerweile höher als das der FDP-Wähler.

Fraktionsvorsitzender Alexander Hetjes berichtete von der Arbeit der CDU in der Stadtverordnetenversammlung: Er bedauerte, dass dank des Minderheitenbündnissens nun mit Linkspartei und Republikanern die extremistischen Parteien im Parlament das Zünglein an der Waage seien, die somit auch in der öffentlichen Wahrnehmung gestärkt würden. Zugleich betonte er jedoch, wie sehr die neue Oppositionsrolle die CDU-Fraktion zu einem motivierten Team zusammengeschweißt habe. Der von Oberbürgermeister Korwisi eingebrachte Haushalt sei eine „Katastrophe“: Zahlreiche Steuern und Gebühren sollten erhöht werden, auch wenn es selbst der CDU als Oppositionspartei gelänge, Möglichkeiten für Millioneneinsparungen zu finden. Zudem schimmere in vielen Teilen grüne Ideologie deutlich hervor. Die CDU-Fraktion werde in der nächsten Parlamentssitzung zum Haushalt deutlich Stellung beziehen.

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