„Mit Inkrafttreten der Unternehmensteuerreform 2008 zum 1. Januar 2008 hat sich der Standortwettbewerb zwischen den Kommunen grundlegend verändert. Der Wettstreit zwischen den Kommunen um die Ansiedlung von Unternehmen wird durch die Unternehmensteuerreform signifikant verschärft. Insgesamt entscheidet der örtliche Hebesatz ab 2008 deutlich stärker als bisher über die Standortqualität der einzelnen Kommune und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Firmen.“
(Quelle: „Krisentreiber Gewerbesteuer“, IHK Köln, 2009)

Die CDU-Fraktion Bad Homburg warnt daher mit Nachdruck vor einer Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes in Bad Homburg.
 
„Ein niedriger Hebesatz wird als Standortvorteil immer bedeutender. In aktuellen Krisenzeiten verschärft sich diese Situation noch zusätzlich“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „Ein interessiertes Unternehmen, welches sich neu ansiedeln möchte, wird sich zweimal überlegen, ob die Standortfaktoren Bad Homburgs diesen Wettbewerbsnachteil wettmachen und sich im Zweifel lieber in einer der günstigeren Nachbargemeinden niederlassen. Auch bereits ansässige Unternehmen werden bei einer Gewerbesteuererhöhung einen Umzug in Erwägung ziehen. Natürlich nicht über Nacht, aber die Firmen reagieren, sobald sich eine Option anbietet“ mahnt Hetjes.
 
„Im Rhein-Main-Gebiet herrscht ein stetes Werben der Kommunen um  Unternehmen. Bad Homburg ist hier dank des aktuellen Zentrenkonzepts  und des seit 1973 stabilen Gewerbesteuersatzes erfolgsverwöhnter Vorreiter. Noch…!“, so Hetjes weiter.

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