„Die Darstellungen von Kulturdezernentin Beate Fleige (BLB) können nicht unkommentiert bleiben“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes, der damit auf die Artikel in der Ausgabe der Taunus Zeitung vom 22.11.2011 sowie der Frankfurter Rundschau vom 23.11.2011 reagiert.

Laut Fleige plane die Stadt lediglich 976.000 € für den Fachbereich Kultur ein. „Diese knappe Million hört sich wenig an, ist aber irreführend“, erklärt der Sprecher der CDU-Fraktion im Kulturausschuss Bert Worbs. „Der Betrag enthält jedoch nur die Ergebniszahlen der zentralen Kulturverwaltung. Hinzuzurechnen ist nämlich auch der Etat für die Stadtbibliothek (884.000 €), das Stadtarchiv (298.000 €), das Gotische Haus (513.000 €) sowie die Volkshochschule (518.000 €) – alles Einrichtungen, die dem Fachbereich „Kultur und Wissenschaft“ angehören. Durch diese realistischere Betrachtung beläuft sich der Kultur-Jahres-Etat auf rund 3,2 Millionen Euro“, so Worbs.

„In Zeiten knapper Kassen ist es doch legitim, nachzufragen, warum nicht auch im kulturellen Bereich Einsparungen vorgenommen werden sollen“, so Hetjes. „Dies hat nichts mit „Kleinkrämerei“ zu tun, sondern ist gegenüber den Bürgern, die massive Einschnitte im sozialen Bereich durch Steuer- und Gebührenerhöhungen hinnehmen sollen, schlichtweg geboten. Darum haben wir auch in diesem Fachbereich konstruktive Vorschläge zu Einsparmöglichkeiten aufgezeigt. Die CDU hat sehr wohl die Sinnhaftigkeit von kulturellen Großveranstaltungen wie beispielsweise Bad Homburger Sommer oder Poesie-Festival verstanden und will diese auch keinesfalls antasten. Aber angesichts der Haushaltslage gilt auch für den Homburger Kultur-Etat der Satz: ‚manchmal ist weniger mehr’ “, so Hetjes.
 

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