Die CDU-Fraktion Bad Homburg widerspricht entschieden den Behauptungen des Bündnisses sowie Oberbürgermeister Korwisi, die ehemalige Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr habe hinsichtlich der Planungskosten für den PPR-Tunnel eigenmächtig gehandelt und damit der Stadt Bad Homburg einen finanziellen Schaden zugefügt.

 „Offensichtlich sind dem Oberbürgermeister in dieser Angelegenheit nicht alle Fakten bekannt“, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Bad Homburg, Wolfram Kister.

 „Gemäß einer vom damaligen Stadtrat und heutigen OB eigenhändig unterschriebenen Verwaltungsvereinbarung aus dem Jahre 2006 zur Kostenaufteilung zwischen dem ASV, dem Hochtaunuskreis und der Stadt Bad Homburg sollten die anfallenden Planungskosten zu 57 Prozent von der Stadt Bad Homburg getragen werden. An den Kosten der Stadt sollte sich der Kreis zur Hälfte, jedoch höchstens mit 30.000 Euro beteiligen. Grundlage dieser Verwaltungsvereinbarung war jedoch die ‚Machbarkeitsstudie kurze Tunnelvariante (Variante 1b)’. Aufgrund eines gemeinsamen Änderungsantrags von CDU und SPD, der die Prüfung einer Verlängerung des Tunnels vorsah, beschloss das Stadtparlament im Jahre 2008, dass die erforderlichen Untersuchungen und Planungen zu veranlassen seien. Nach dieser Beschlussfassung wurden Gespräche mit dem Kreis über eine Teilung der zusätzlichen Planungskosten zur Tunnelverlängerung geführt. Diese Gespräche führten jedoch zu keinem Ergebnis, da der Kreis die Prüfung einer Verlängerung als reine ‚Bad Homburger Sache’ ansah. Die zusätzlichen Planungskosten wurden daher von der Stadt Bad Homburg getragen. Vor diesem Hintergrund ist der Vorwurf eines ‚eigenmächtigen Handelns’  oder gar ‚finanziellen Schadens’ absurd und entbehrt jeder Grundlage“, erklärt Kister.

 „Dass der OB - obwohl er die Verwaltungsvereinbarung sowie die Vorlagen zur PPR-Kreuzung selbst unterschrieben hat und ihm daher der Inhalt bekannt sein müsste - dem Landrat eine Zahlungsaufforderung samt Mahnung hat zukommen lassen und die Zwangsvollstreckung einleitete, ist abenteuerlich und zeugt von mangelnder Kenntnis der Aktenlage“, so Kister weiter.

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