Die CDU-Fraktion Bad Homburg zeigt sich über die Aussagen der BLB-Vorsitzenden Fleige verärgert. Fleige hatte mit ihrem Statement in der Taunus-Zeitung den Eindruck vermittelt, dass es kein ordentliches Bewerbungsverfahren für die Stelle des Bürgermeisters gegeben habe.
Diese Behauptung weist der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Jedynak energisch zurück: „Wie bereits bei den vergangenen Stadtratswahlen hat es selbstverständlich auch bei der Vorbereitung der Bürgermeisterwahl ein transparentes und nach der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) konformes Verfahren gegeben, dass der hierfür eingesetzte Wahlvorbereitungsausschuss begleitet hat. Die Aussagen der BLB-Parteivorsitzenden entbehren jeglicher Grundlage und sind für uns absolut nicht nachvollziehbar. Eigentlich sollte Frau Fleige das Prozedere noch aus Zeiten des Bündnisses bekannt sein, als Herr Krug (SPD) zum Bürgermeister und Herr Kraft (Die Grünen) zum Stadtrat gewählt wurde. Der mit allen Fraktionen besetzte Wahlvorbereitungsausschuss hat sich dem Vorschlag der städtischen Verwaltung angeschlossen, der sowohl den Ausschreibungstext, die Ausschreibungsdauer, die Art der Veröffentlichung der Ausschreibung sowie die Möglichkeit der Vorstellung der Kandidaten im Ausschuss vorsah. Dass die Stadt Bad Homburg einen Bürgermeister sucht, ist spätestens seit der Entscheidung des amtierenden Bürgermeisters Karl-Heinz Krug (SPD) im Frühjahr dieses Jahres kein Geheimnis mehr. Auf Vorschlag des Wahlvorbereitungsausschusses wurde die Stelle des Bürgermeisters öffentlich ausgeschrieben und sowohl in regionalen als auch überregionalen Medien veröffentlicht. Insbesondere die große Resonanz im Internet hat gezeigt, dass die Ausschreibung definitiv nicht im „stillen Kämmerlein“ ausgearbeitet und heimlich über die Bühne gehen sollte. Frau Fleige sollte eigentlich wissen, dass auch ihre Fraktion im Wahlvorbereitungsausschuss vertreten war und jederzeit hätte Änderungswünsche äußern können. Offensichtlich war jedoch auch die BLB mit dem beschlossenen Vorgehen bis dato einverstanden. Es entsteht nun der Eindruck, dass die BLB aus nicht nachvollziehbaren Gründen die anstehenden Wahlen sowie die Vorarbeit des Wahlvorbereitungsausschusses schlechtreden möchten. Der Alleingang von Fleige ist aus Sicht der CDU-Fraktion daher vollkommen unverständlich und gehört sich in dieser Form nicht“, so Jedynak abschließend.

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