Die CDU-Fraktion Bad Homburg hat in die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag einen Prüfantrag eingebracht. Danach bittet die CDU den Magistrat um aktuelle Prüfung, ob es für die denkmalgeschützten Gebäude im Gustavsgarten potentielle Mietinteressenten gibt.

„Der Haushaltsentwurf des Oberbürgermeisters weist 1,7 Millionen Euro an Schuldendienst pro Jahr auf, weitere 60 Millionen Euro an Krediten sind eingeplant. Daher stellt sich für uns als CDU die Frage, ob in Zeiten knapper Kassen die Gebäude im Gustavsgarten wirklich leer stehen müssen“, fragt die Sprecherin der CDU-Fraktion im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss Ursula Conzelmann. „Die Gebäude könnten ohne großen Aufwand durch die Stadt an zahlende Mieter vergeben werden. Als Mieter könnten insbesondere Kliniken in Betracht kommen, die den Gesundheitsstandort Bad Homburg unterstützen und ergänzen möchten. Zwei grundsätzliche Bedingungen müssen jedoch erfüllt sein: Zum einen muss der Park für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein, zum anderen darf sich das Verkehrsaufkommen durch die Vermietung nicht unverhältnismäßig erhöhen“, so Conzelmann.

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes sieht in dem Gelände des Gustavsgartens und ehemaligen Neurologischen Klinik durchaus Einsparpotential. „Bereits in der letzten Stadtverordnetenversammlung hatten wir einen Vorschlag zur Refinanzierung des Gustavsgartens eingebracht, der jedoch durch das Bündnis ungeprüft abgelehnt wurde“, so Hetjes. „Ungeachtet dessen, dass es schlechter parlamentarischer Brauch ist, einen Prüfantrag abzulehnen, haben wir uns nicht davon abhalten lassen, einen weiteren Vorschlag zur Refinanzierung des Geländes zu erarbeiten“, so Hetjes weiter.
 

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