Die CDU-Fraktion Bad Homburg und die CDU Ober-Erlenbach nehmen Bezug auf die jüngste Magistratsvorlage zum B-Plan-Entwurf „Am Hühnerstein“ in Ober-Erlenbach. Die Union hat eine Liste mit konstruktiven Ergänzungen zum vorgelegten Aufstellungsbeschluss erarbeitet, die dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss auf der gestrigen Sitzung am 29.10.2013 vorgestellt wurden und an den Magistrat weitergeleitet werden.
 
„Der städtebauliche Entwurf ist sehr schlicht gehalten, umso wichtiger ist daher eine differenzierte Gestaltung bei der späteren Umsetzung des Plangebietes“, so  die Sprecherin der CDU-Fraktion im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss, Ursula Conzelmann in Bezug auf den vorgelegten B-Plan-Entwurf, dessen Planungen bereits vor Jahren durch die CDU auf den Weg gebracht wurden. „Dennoch verfolgen die Planungen einen richtigen Ansatz, denn das Baugebiet ‚Hühnerstein’ war von Anfang an schwerpunktmäßig für junge Familien gedacht. Neben wenigen Geschosswohnungsbauten werden überwiegend Reihenhäuser und Doppelhäuser entstehen. Durch die Geschosswohnbauten kann darüber hinaus eine lebendige Mischung im Wohnquartier gewährleistet werden. Hierbei sollte jedoch auch der Aspekt ‚barrierefreie Wohnungen’ ausreichend Berücksichtigung finden. Wir sind dennoch verwundert, dass ökologische Aspekte nur sehr halbherzig geprüft wurden. Insbesondere würde sich bei der Erschließung eines neuen Baugebietes anbieten, die Verfügbarkeit von Geothermie zu prüfen“, so Conzelmann. Ferner sollten sich auch die Dachausrichtungen konsequent für Solar- und Photovoltaiknutzung eignen.
 
 „Die Planungen von Einfamilienhäusern ohne Garage sind an der Lebenswirklichkeit vieler junger Familien vorbeigeplant“, ergänzt hierzu die Ober-Erlenbacher Ortsvorsteherin Christel Elbert im Hinblick auf die Planungsvorlagen, welche lediglich Carports als Abstellmöglichkeit vorsehen. „Es müssen geeignete, überdachte und abschließbare Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge, Fahrräder oder Gartengeräte vorhanden sein. Dies kann auch in Kombination mit einem Carport erfolgen, allerdings sollte pro Einfamilienhaus eine Garage mit eingeplant werden“, findet Elbert.
 
„Außerdem muss der für das südwestliche Plangebiet vorgesehene Kreisel verkehrstechnisch vernünftiger geplant und gestaltet werden als der bereits vorhandene am Ortseingang in der Seulberger Straße. Auch ist bislang noch kein Konzept zur ÖPNV-Anbindung an das künftige Baugebiet vorgestellt worden. Zudem würden wir als Standort des Blockheizkraftwerkes die Nähe zur Kläranlage bevorzugen und dieses nicht – wie geplant - im nördlichen Rand des Plangebietes am Nieder-Erlenbacher Weg platzieren. In der Nähe der Kläranlage wären die Emissionen für die Anwohner am geringsten“, fasst Elbert die kritischen Anmerkungen der CDU Ober-Erlenbach zusammen.
 
Ein weiterer Vorschlag der CDU ist es, bei der späteren Ansiedlung ein Unterstützungsprogramm für junge Familien zu schaffen. „Da 40 Prozent der Grundstücke im Besitz der Stadt sind, schlagen wir vor, im Zuge eines Unterstützungsprogramms jungen Familien Erbpachtverträge mit kurzen Laufzeiten anzubieten“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „Erfahrungsgemäß sind junge Familien in der Anfangszeit nach dem Hauskauf stark belastet. Nach etwa 10 bis 15 Jahren könnten die Grundstücke dann von der Stadt erworben werden. Der Erlös hieraus könnte dann erneut jungen Familien zugutekommen“, so Hetjes.

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