Zur Gemarkung des Stadtteils Ober-Eschbach gehört ein guter Teil des Hardtwaldes, den der CDU – Ortsverband im „internationalen Jahr der Wälder“ den Bürgern in einer Begehung am 23. August nahe bringen wollte. Die Veranstaltung fand große Resonanz mit vielen Besuchern und reger Beteiligung unter der fachkundigen Führung von Stadtförster Günter Busch. Er erläuterte, dass die Waldwirtschaft in Bad Homburg naturnah mit Naturverjüngung betrieben wird. Das bedeutet, dass nur so viel Holz genutzt wird, wie auch nachwächst. Im Wald, so betont Busch, verbleibt auch sog. Totholz, das zahlreichen Organismen, Insekten, Pilzen und vielen anderen Tieren als Lebensraum dient.
Der Bad Homburger Forst umfasst 1250 ha Wald, die betreut werden müssen. Neben der Baumpflege und der Holzernte ist die Sicherung der Waldwege für die Besucher eine wichtige Aufgabe. Die Bedeutung als Naherholungsgebiet kann nicht hoch genug eingeschätzt werden – betont der Stadtförster immer wieder.
Viele Fragen der Teilnehmer bezogen sich auf die Holzernte. Sie wird mit Vollernte-Maschinen durchgeführt. Das geerntete Holz wird hauptsächlich zum Mainhafen nach Hanau verbracht, von wo aus es dann weitertransportiert wird.
In diesem Zusammenhang berichtete Busch aber auch von den „Brennholzkunden“, die den CO²-Ausstoß durch Holzverbrennung mindern. Der Raummeter Holz hat nach seinen Angaben einen Brennwert wie 220 l Heizöl und kostet derzeit 20,-- €. In der Diskussion wurden wertvolle Tipps für das Heizen mit Holz gegeben.
Die Veranstaltung klang im Café Molitor in gemütlicher Runde bei angeregten Gesprächen aus.
 
Peter Sothmann, CDU Ortsverband Bad Homburg - Ober-Eschbach

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