Als Teilnehmer an der Bürgerinformation zum Karstadt-Parkhaus war für Wolfram Kister als Verkehrspolitischem Sprecher der CDU die Absicht, eine Linksabbiegerspur (aus Richtung Thomasbrücke) zum Parkhaus einzurichten, überraschend. Durch diese Maßnahme müsste die Schöne Aussicht verbreitert werden, wodurch 10 Parkplätze wegfielen, auch der Radweg und die Bäume an dieser Stelle müssten der Planung weichen. Hiermit wurde mehr Unruhe als Ruhe, so Kister, in die sonst sachliche Diskussion gebracht. Mögliche Einsprüche der Anwohner könnten die zügige Umsetzung des gesamten Bauvorhabens gefährden.

Auf der Versammlung wurde auch vorgeschlagen, eine Einbahnstraße in der Schönen Aussicht einzurichten. Kister gibt eine neue Variante "Einbahnstraße nach der Kisseleffstraße zur Thomasstraße" als Denkanstoß.

Die Schöne Aussicht sollte nach der Kisseleffstraße in Richtung Thomasstraße als Einbahnstraße eingerichtet werden. Dies hätte den Vorteil, dass die rechte Fahrspur für die Ein- und Ausfahrtsverkehre des Karstadt-Parkhauses genutzt werden könnte, die linke Fahrspur könnte vom Verkehr in Richtung Dorotheenstraße, Thomasstraße, Kurhaus-Parkhaus ungehindert befahren werden. Auf diese Weise blieben auch die Parkplätze in der Schönen Aussicht erhalten.

Auch das neue Parkhaus wird den Parkplatzmangel in der Innenstadt nicht vollständig beheben können. Es ist daher nicht sinnvoll, zehn vorhandene Parkplätze zu streichen.

Die vorgeschlagene Regelung würde für Anwohner keinerlei Stau durch Querungsverkehr bedeuten, das Ein- und Ausfahren zu ihren Grundstücken wird wesentlich erleichtert. Durch die von der Stadt geplante Linksabbiegerspur würde sich angesichts von 4.800 Parkern pro Tag das Erreichen der Grundstücke wesentlich erschweren. Durch den neuen Vorschlag wäre eine Reduzierung des Lärmpegels in Höhe der Thomasstraße möglich, was zu prüfen wäre.

Der Aussage, der Radweg in der Schönen Aussicht würde nicht oder nur wenig genutzt, steht entgegen, dass der Radweg Schöne Aussicht als Tangente zur Louisenstraße im Radwegenetz der Stadt geführt wird. Dieser kann nach Kisters Vorschlag unverändert bleiben, da es die Straßenbreite erlaubt.

Die Buslinien 3, 23, 24, 50 und 261 benutzen die Schöne Aussicht als Durchgangsstraße zur Haltestelle Marienbader Platz. Die neue Fahrtroute könnte über Thomasstraße und Hessenring Richtung Bahnhof mit einer Haltestelle im Hessenring parallel zur Haltestelle in Gegenrichtung erfolgen. Diese Maßnahme würde zu einer wesentlichen Entlastung der Anwohner beitragen. Ein Antrag hierzu wurde dem Verkehrsausschuss zugeleitet.

Warum nach der Kisseleffstraße? Die Anwohner und der Lieferverkehr in der Louisenstraße stellen auch ein erhebliches Verkehrsaufkommen dar und könnten über die Kisseleffstraße zum Marienbader Platz abgeführt werden. Die Entlastung der Kaiser-Friedrich-Promenade ist das Ziel.

"Natürlich ist eine Einbahnstraße ein nicht zu verachtender Eingriff in die Verkehrsführung. Dies aber damit abzutun, dass der Autofahrer in seiner Freiheit eingeschränkt würde oder dass nicht abzusehen sei, welche weiteren Auswirkungen diese Veränderung mit sich bringen würde, abzutun, ist nicht nachvollziehbar", so Kister. "Bei der Entscheidung über die Anbindung dieses attraktiven Parkhauses müssen eine flüssige Verkehrsführung und die Entlastung der Anwohner wichtigstes Ziel sein."

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