Mit Verwunderung reagiert die CDU-Fraktion Bad Homburg auf in der Taunus Zeitung geäußerten Behauptungen im Rahmen der Berichterstattung vom 08.02.2012, die CDU fordere ein neues Kongress-Zentrum auf dem Vickersgelände.

Die CDU hat für das Vickersgelände klare Vorstellungen: „Wir wollen dort Wohnbebauung realisieren, allerdings nicht hochverdichtet, wie es das Bündnis für Korwisi plant, sondern in Form einer ökologischen Mustersiedlung“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes.

Eine nachhaltige Stärkung des Kongressstandortes Bad Homburg ist ein anderes Thema, welches der CDU ebenfalls am Herzen liegt. „Wir wollen das bestehende Angebot für Tagungen und Kongresse in Bad Homburg generell verbessern. Dazu werden weitere Flächen für Kongresse und Versammlungen benötigt. Daher empfiehlt es sich, geeignete Standorte im Rahmen eines übergreifenden, städtebaulichen Gesamtkonzeptes zu suchen. Dazu bedarf es der Einbeziehung des gesamten innerstädtischen Bereichs“, erklärt Hetjes.

Die CDU-Fraktion Bad Homburg zeigt sich zudem besorgt über die „Hochdruckpläne“ des Bündnisses, auf dem Vickersgelände sowie dem Areal des Krankenhauses an der Urseler Straße eine hochverdichtete Wohnbebauung zu realisieren. „Wir brauchen eine hohe Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil“, erinnert Hetjes an den Vorschlag der CDU für eine ökologische Mustersiedlung für das sensible Vickersgelände. „Diese Identifikation wird es mit den vom Bündnis vorgestellten Plänen einer hochverdichteten Wohnbebauung nicht geben. Die CDU setzt sich daher mit Nachdruck für ein Gesamtkonzept ein, welches nicht nur das Vickers- und Krankenhausareal, sondern vielmehr auch die angrenzende Berliner Siedlung im Blick hat“, so Hetjes.

„Das derzeitige Klinikareal bietet Raum für eine attraktive Mischung unterschiedlichster Wohnbaukonzepte von Stadthäusern bis hin zum ‚Boardinghouse’ für Singles. Aber auch betreutes Wohnen oder ein Ärztehaus könnten den Bereich beleben“, erklärt die Sprecherin der CDU im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss Ursula Conzelmann. „Gleichzeitig sollten auch für die Berliner Siedlung gemäß dem städtischen Zentrenkonzept kleine Geschäftseinheiten angeboten werden“, so Conzelmann.

„Betrachten wir das geplante neue Stadtviertel im Gesamtzusammenhang, so ist eine nachhaltige Stadtentwicklung und –planung erforderlich“, erklärt Alexander Hetjes. „Hierzu gehört auch ein städtebaulicher Ideenwettbewerb, der zum einen  unterschiedliche Lösungsansätze hervorbringen, zum anderen aber auch den Eindruck von ‚Vetternwirtschaft’ verhindern kann. Jetzt ist es an der Zeit, mit dem Kreis im Dialog verschiedene Ansätze zu untersuchen und die Bürger frühzeitig in die Planungsprozesse mit einzubeziehen. Das wäre die Form von Transparenz, die sich die CDU vorstellt“, erklärt Hetjes.
 

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