Mit Verwunderung und Ernüchterung nimmt die CDU-Fraktion Bad Homburg das jüngste Interview von Bürgermeister Karl-Heinz Krug in der Ausgabe der TZ vom 20.08.2012 zur Kenntnis.

1. Krug schmückt sich mit fremden Federn, um die magere Bilanz seiner bisherigen Amtszeit aufzubessern:
„Die Behauptung des Bürgermeisters, er habe die Entwicklung des Gewerbegebietes südlich des Bahnhofs angeschoben, ist dreist und entbehrt jeder Grundlage“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „Auch wenn es das Bündnis nicht gerne hört: Die Entwicklungen südlich des Bahnhofs wurden von der CDU auf den Weg gebracht und über viele Jahre aktiv vorangetrieben. Gegenwärtig werden doch lediglich alte CDU-Beschlüsse bzw. bestehende Planungen umgesetzt“, betont Hetjes.

2. In Sachen Wirtschafts- und Finanzpolitik wirkt Krug hilflos und bleibt konkrete Entwicklungskonzepte schuldig.
„Die gewonnene Erkenntnis, man müsse den Einkaufs- und Wirtschaftsstandort Bad Homburg stärken, ist insofern bemerkenswert, als dass der letzte Haushaltsentwurf  von OB Korwisi für den Doppelhaushalt 2012/2013 noch eine deutliche Kürzung der Wirtschaftförderung vorsah. Grundsätzlich ist diese neue Haltung zu begrüßen, jedoch bleibt das Bündnis – wie so oft – bei der konkreten Frage nach dem „WIE“ eine Antwort schuldig“, erklärt Hetjes. Gleiches gilt für die Stärkung des Pharma- und Gesundheitsstandortes, bei dem das Bündnis bislang keine Vorschläge oder Ideen eingebracht hat sowie für Krugs Ankündigung, von der bisherigen Korwisi-Bündnis-Politik abrücken und künftig den städtischen Haushalt nicht mit weiteren Schulden belasten, sondern endlich durch Sparen entlasten zu wollen.

3. Krug verharmlost die von ihm praktizierte inakzeptable Verquickung von Familie und öffentlichem Amt in dreister Art und Weise
Für die Ausreden Krugs, mit denen er die Selbstversorgungsmentalität des Korwisi-Bündnisses – die ihn im Übrigen als Gatten der SPD-Vorsitzenden Elke Barth überhaupt erst ins Bürgermeisteramt befördert hat – zu rechtfertigen versucht, zeigt die CDU-Fraktion keinerlei Verständnis: „Die vom Korwisi-Bündnis seit April letzten Jahres fortwährend praktizierte Vetternwirtschaft hat dem Ansehen der Stadt Bad Homburg enorm geschadet. Hier mussten Ehegatten um jeden Preis mit gut bezahlten Jobs in der Stadtverwaltung versorgt werden. Der Versuch Krugs, dies zu verharmlosen und mit ehrenamtlichem Engagement in Sport- oder Feuerwehrvereinen zu vergleichen, ist schon sehr befremdlich!“

Rückblickend betrachtet attestiert die CDU-Fraktion dem Bürgermeister eine schwache Bilanz für das erste halbe Jahr. „Bürgermeister Krug ist bislang einzig bei den Vorgängen um die fehlende Genehmigung des Public Viewing zur diesjährigen Fußball-EM und die Absage der Mai-Feier in der Scheune im Ahlweg in Ober-Erlenbach in Erscheinung getreten. Hier hätte er Profil beweisen können, indem er die Angelegenheit zur Chefsache erklärt hätte. Das Gegenteil ist jedoch passiert. Das allein offenbart doch, dass Krug als zuständiger Dezernent seine Fachbereiche nicht im Griff hat. Zum Wohle der Stadt kann man nur hoffen, dass diese Bilanz besser wird“, so Hetjes abschließend.
 

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