Die CDU Fraktion besichtigte am Donnertag, den 13. August, die neue Flüchtlingsunterkunft am Niederstedter Weg. Bernd Arnold, Geschäftsführer der Hochtaunus Baugenossenschaft eG, zeigte den Stadtverordneten, Stadträten und dem zukünftigen Oberbürgermeister Alexander Hetjes die vier neu erbauten  Gebäude für Flüchtlinge. Wenige Stunden zuvor war der Komplex offiziell an den Hochtaunuskreis übergeben worden. Dort sollen bis zu 230 Flüchtlinge wohnen können - ein großer „Dorfplatz“ in der Mitte der hufeisenförmig angeordneten Gebäude wird gerade angelegt. Arnold führte aus, dass vor allem junge Männer einziehen würden, die Unterbringung von Familien sei jedoch ebenfalls mit dem Neubau gewährleistet. Die Hochtaunus Baugenossenschaft eG hat die Gebäude errichtet, das Grundstück hat die Stadt Bad Homburg in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Alle Häuser wurden an den Hochtaunuskreis vermietet.

„Die Gebäude machen einen freundlichen Eindruck", so die jugend- und sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Mechthild Weiß-Hennerici. „Die Flüchtlinge sind hier wirklich menschenwürdig untergebracht. Dass es so viele an einem Ort sind, ist auch der Tatsache geschuldet, dass sie von Sozialarbeitern schnell und unkompliziert erreicht werden müssen." Wer der Betreiber sein wird, steht derzeit noch nicht fest.

„Wir begrüßen es, dass es in der Einrichtung des Hochtaunuskreises im Gegensatz zur Unterkunft an der alten Feuerwache in der Schwalbacher Straße, in der seit Anfang des Jahres syrische Flüchtlinge untergebracht sind, mehrere Sozialarbeiter geben wird“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Jedynak. „Insbesondere unmittelbar nach ihrer Ankunft müssen sich Sozialarbeiter intensiv um die Flüchtlinge kümmern.“ Irritiert zeigt sich Jedynak über die Aussagen der Kreisbeigeordneten Katrin Hechler (SPD), die einen Umzug der bisher in Bad Homburg untergebrachten Flüchtlinge ausgeschlossen hat. „Stadtrat Kraft (GRÜNE) hat den Stadtverordneten im Jugend-, Sozial- und Sportausschuss mitgeteilt, dass die Container-Lösung an der alten Feuerwache lediglich eine Notlösung darstelle und dass die Flüchtlinge zügig in den Neubau am Niederstedter Weg umziehen würden. Wir wundern uns, dass dies nun offensichtlich nicht der Fall sein wird.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende fordert Stadtrat Kraft unverzüglich zu einer Stellungnahme auf.   

Die CDU hatte schon im Februar diesen Jahres einen Antrag auf die Übernahme von Patenschaften für Flüchtlinge durch Bad Homburger Bürgerinnen und Bürger in die städtischen Gremien eingebracht – seit nunmehr einem halben Jahr versucht der zuständige Dezernent, Dieter Kraft, ihn umzusetzen. „Jeden Tag erreichen uns Anrufe von Bürgern, die sich gerne ehrenamtlich engagieren würden. Die Hilfsbereitschaft in Bad Homburg ist enorm, jedoch kann das Potential derzeit nicht vollumfänglich genutzt werden. Wir hoffen sehr, dass nach den Sommerferien endlich Bewegung in diese Angelegenheit kommt", so Jedynak abschließend.

 

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