Das Thema Windkraft ist ein Thema, das polarisiert. Längst sehen viele Menschen in Windkraftanlagen nicht nur Vorteile. Der übereilte Ausbau von erneuerbaren Energien stellt sich als große Gefahr für den Schutz der biologischen Vielfalt dar. Die Anzahl der Bürgerinitiativen wie zum Beispiel die NoW – Naturpark ohne Windräder oder „Rettet den Taunuskamm“, die den Bau von Windkraftanlagen verhindern möchten, steigt stetig. Und dass diese Bürgerinitiativen viel bewirken können, zeigt das jüngste Beispiel der Bürgerinitiative NoW aus Neu-Anspach. Diese hatte erreicht, dass ein Bürgerentscheid über den Bau der Windkraftanlagen entscheiden sollte. Mit dem Ergebnis, dass 62 Prozent der Bürgerinnen und Bürger von Neu-Anspach gegen das Bauvorhaben stimmten.

Hierzu sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Jedynak: „Die CDU-Fraktion Bad Homburg begrüßt das Ergebnis des Bürgerentscheids in Neu-Anspach. Wir fühlen uns in Bad Homburg durch diesen Bürgerentscheid bestätigt, uns auch weiterhin vehement gegen den Bau von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm einzusetzen. Die Abholzung beachtlicher Waldflächen und Gefährdung des Trinkwasserschutzgebietes sowie der Frischluftschneise ins Rhein-Main-Gebiet wiegen den Nutzen einer solchen Anlage in keiner Weise auf. Die CDU Bad Homburg wird sich zusammen mit unserem Oberbürgermeister Alexander Hetjes auch weiterhin dafür einsetzten, dass die Ausweisung der Vorrangflächen auf dem Taunuskamm aus dem regionalen Flächennutzungsplan gestrichen wird. Hierfür brauchen wir auch ein starkes Signal aus der Bürgerschaft. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal auf unsere Internetseite http://www.taunus-ohne-windpark.de verweisen.“

„Die praktischen Erfahrungen mit Windkraftanlagen haben gezeigt, dass diese die Natur zerstören anstatt sie zu schützen“, ergänzte die bau- und umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Ursula Conzelmann. „Obwohl anfangs viele begeistert waren vom Ausstieg aus der Atomstromgewinnung hin zu erneuerbaren Energien wie z.B. Windkraftanlagen und es viele Bürgerinformationen zum diesem Thema vorab gab, hat erst die Erfahrung anderer Gemeinden mit den Anlagen  gezeigt, wie groß die Belastung für die Natur ist. Je mehr Erfahrungen und Informationen vorlagen, umso mehr bewirkte dies ein Umdenken bei Windkraftbefürworten und vielen Bürgerinnen und Bürgern. Für das Rhein-Main-Gebiet, das so viel Verkehrsinfrastruktur hat wie kaum eine andere Region, sind die Naherholungsgebiete für die Menschen elementar wichtig und besonders kostbar. Daher hat der Schutz dieser Gebiete oberste Priorität. Wir haben uns bereits in vorangegangenen expliziten Stellungnahmen und Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung gegen Windkraftanlagen ausgesprochen. Somit überrascht es umso mehr, dass entgegen aller Zusagen, die Vorranggebiete von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid (Die Grünen) wieder im regionalen Flächennutzungsplan ausgewiesen wurden.

Aus diesem Grund haben die Bad Homburger CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass es im Taunus keine Windkraftanlagen geben soll.“

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