Die CDU-Fraktion zeigt sich verwundert angesichts des jüngsten Berichts der Taunus Zeitung vom 30.07.2013, nach dem Stadtverordnetenvorsteher Axel Dierolf als neues Mitglied in den Magistrat nachrücken und das Dezernat „Recht“ übernehmen soll.
 
„Erst kürzlich hatte Dierolf gefordert, die Anzahl der Parlamentssitzungen zu reduzieren, um hierdurch städtische Gelder einzusparen“, erinnert der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. So wurde Dierolf im März diesen Jahres mit den Worten zitiert: „In einer Situation, in der eine Stadt auf ihre Finanzen achten muss – und das muss Bad Homburg derzeit -, ist dieser Schritt mehr als sinnvoll, und […] das gesparte Geld kann besser für die Bürger eingesetzt werden (vgl. Taunus Zeitung vom 21.03.2013, Seite 13).
 
„Diese Worte stehen jedoch in eindeutigem Widerspruch zu den geschilderten Plänen und machen Dierolf unglaubwürdig“, so Hetjes. „Es bleibt der Eindruck, dass der Sparwille dort endet, wo der eigene Vorteil beginnt, denn durch den Wechsel in den Magistrat und die Übernahme eines Dezernats verdoppelt er seine eigene monatliche Aufwandsentschädigung. Dies belastet den städtischen Haushalt weiter und sorgt für einen Mehraufwand in der Verwaltung. Gegenwärtig verfügen wir bereits über drei hauptamtliche und zwei ehrenamtliche Dezernenten. Nun will OB Korwisi für seinen Freund Dierolf ein zusätzliches Dezernat schaffen, welches ohne weiteres vom bisherigen Dezernenten Kraft fortgeführt werden könnte. Noch vor ein paar Jahren, als nur zwei hauptamtliche Dezernenten tätig waren, haben sich die jetzigen Bündnisfraktionen aus Grünen, SPD, NHU und BLB stets vehement gegen die Schaffung weiterer ehrenamtlicher Dezernate ausgesprochen. Nun soll jedoch wieder ein Mitglied aus den eigenen Reihen versorgt werden und da gilt das früher Gesagte einfach nicht mehr“, so Hetjes.
 
„OB Korwisi ist daher mit Nachdruck aufzufordern, auf ein sechstes Dezernat zu verzichten, denn die Schaffung dieses zusätzlichen ‚Frühstücksdirektorpostens’ ist überflüssig und kostet den Steuerzahler nur unnötig Geld. Auch Dierolf selbst, will er sich an seinen eigenen Worten messen lassen, sollte auf eine Dezernententätigkeit verzichten. Alles andere vermittelt nur erneut den Eindruck von Versorgungsmentalität und Vetternwirtschaft“, so Hetjes.

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