Die CDU-Fraktion Bad Homburg wehrt sich gegen die Vorwürfe, man sei in Sachen Wohnungsbau untätig geblieben. „Es war schließlich die CDU, die die Planungen für die beiden neuen Wohngebiete „Bornberg“ und „Am Hühnerstein“ auf den Weg gebracht und beschlossen hat“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „Beide Gebiete sind hervorragend geeignet, die große Nachfrage gerade jüngerer Familien nach Wohnraum in Bad Homburg zu bedienen. Seltsamerweise verzögern jedoch gerade OB Korwisi und das Bündnis diese Planungen“, so Hetjes.

Die CDU fordert ferner, bei der städtebaulichen Entwicklung des Vickers-Geländes die Planungen mit Verstand und Weitsicht durchzuführen. „Es geht hierbei schließlich um die Entwicklung eines ganzen Quartiers – mit Anbindung an die zukünftige Bebauung des Klinikareals bis in die Berliner Siedlung hinein“, so der CDU-Parteivorsitzende Thorsten Bartsch. „Wenn wir an dieser Stelle ein attraktives und lebendiges Quartier entwickeln wollen, braucht es eine hohe Identifikation der neuen Bewohner mit ihrem Wohngebiet“, so Bartsch.
Ausgezeichnete Beispiele aus Frankfurt und Hamburg machen es vor. „Alte Fabrikbrachen mit belasteten Böden wurden zu öffentlichen Grünanlagen und ökologischen Musterstadtteilen“, schildert Ursula Conzelmann, Sprecherin der CDU-Fraktion im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. „Auch Friedrichsdorf plant derzeit eine Wohnsiedlung mit hohen ökologischen Anforderungen am Petterweiler Holzweg. Stadthäuser in Passivhausweise sind durch ihre geschlossenen Belüftungssysteme ideale Puffer für ruhige Innenhöfe“, so Conzelmann.

„Dezentrale Energieversorgung zusätzlich zu autofreien Innenzonen und ein Wohnquartier so gut angebunden, dass man auf das Auto gut verzichten kann – das entspräche dann auch unseren Vorstellungen von nachhaltiger Stadtentwicklung“, so Alexander Hetjes. „Wir sollten die Zeit für eine gut durchdachte Planung nutzen und die Bürger frühzeitig einbinden. Dazu gehören zum Beispiel auch Informationen zum derzeitigen Stand der Beseitigung von Bodenbelastungen“, so Hetjes.

Die Kritik am Vorschlag der CDU, einen Ideenwettbewerb zur städtebaulichen Entwicklung auszuloben, kann Hetjes nicht nachvollziehen. „Ein Wettbewerb verschafft uns nicht nur verschiedene Lösungsansätze, sondern verhindert auch den Eindruck von Vetternwirtschaft - so geschehen bei den Planungen des Lilly-Geländes, bei dem nur ein befreundeter Bauträger einen hochverdichteten Wohnungsbauentwurf vorlegt hat. Dies konnte nur dank der massiven Gegenwehr aus der Bevölkerung deutlich abgeschwächt werden. Außerdem ist der Hochtaunuskreis bei Wettbewerben stets vorbildlich vorgegangen, diese Möglichkeit sollte deshalb auch im Rahmen der Planungen des Vickers-Geländes sowie des Klinikaltstandortes genutzt werden“, so Hetjes weiter.
 

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