Die CDU-Fraktion Bad Homburg fordert, spätestens jetzt mit Beginn der Bauarbeiten für das neue Kreiskrankenhaus den bisherigen Standort an der Urseler Straße nunmehr in den Fokus für eine städtebauliche Planung zu rücken.

„Es ist höchste Zeit, in Zusammenarbeit mit dem Kreis Ideen für eine künftige Nutzung zu entwickeln“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „In unmittelbarer Nähe des alten Klinikstandortes liegt auch das Vickers-Gelände, für das das Bündnis kürzlich eine Änderung des Bebauungsplans beschlossen hat, um dort Wohnbebauung zu ermöglichen. Anstatt in Insellösungen zu denken, sollten nun beide Areale als Ganzes betrachtet und aufeinander abgestimmt entwickelt werden“, regt Hetjes an.

Eine Zerstückelung entlang der Frölingstraße sollte nach Auffassung der CDU unbedingt vermieden werden. Gleichsam sollten auch ökologische Aspekte eine besondere Rolle spielen und neben Grünanlagen in den Siedlungen auch über dezentrale Energieversorgung und Passivbauweise nachgedacht werden. „So kann eine hohe Identifikation der Bewohner mit dem neuen Stadtviertel erreicht werden und ein attraktives, lebendiges Viertel entstehen“, so der Parteivorsitzende der CDU Bad Homburg, Thorsten Bartsch. Nach Vorstellung der CDU kann bereits jetzt - gemeinsam und in enger Abstimmung mit dem Hochtaunuskreis - ein städtebauliches Gesamtkonzept für das bisherige Krankenhausareal und das Vickers-Gelände erarbeitet werden.

„Dazu gehört eine gesunde Mischung aus Stadthäusern mit kleinen gemeinschaftlich genutzten Nachbarschaftsparks, Apartmentwohnungen für Singles und Studenten sowie betreutes Wohnen im Bereich des Klinik-Altstandorts“, ergänzt Ursula Conzelmann, Sprecherin der CDU-Fraktion im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. „Darüber hinaus könnten ergänzende Angebote zu dem vorhandenen Lebensmittelmarkt auf der gegenüberliegenden Seite der Urseler Straße ein lebendiges Stadtteilzentrum für die Berliner Siedlung schaffen. Insofern kann hier darüber nachgedacht werden, in Zusammenarbeit mit dem Kreis, einen städtebaulichen Wettbewerb zur Entwicklung der Areale auszuloben. Einerseits hat der Kreis mittels solcher Wettbewerbe schon hervorragende Ergebnisse erzielt und andererseits wäre dies der Bedeutung der beiden Areale für den Stadtteil und als Stadteingang angemessen.
 

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