Die CDU-Fraktion Bad Homburg fordert, dass der Wohnungsbestand „Am Wingertsberg“, welcher sich gegenwärtig noch im Eigentum der Deutschen Rentenversicherung befindet, auch langfristig für Mieter bezahlbar bleibt.
 
„Wir wollen daher prüfen lassen, ob und zu welchen Konditionen die Stadt Bad Homburg durch Ausübung ihres Vorkaufsrechtes die 120 Mietwohnungen der DRV zur Sicherstellung bezahlbaren Wohnraums erwerben kann“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „Viele Mieter haben gegenwärtig Angst, dass es durch einen neuen Investor zu massiven Mietsteigerungen kommen könnte. Zwar ist die DRV bemüht, eine ‚Sozial-Charta‘ mit dem zukünftigen Eigentümer zu vereinbaren, jedoch kann keineswegs sicher davon ausgegangen werden, dass eine solche Vereinbarung zustande kommen wird. Weiterhin würde sie lediglich die jetzigen Mieter in einem beschränkten Umfang schützen. Ziel sollte es jedoch sein, den Wohnungsbestand langfristig zu günstigen Mietkonditionen zu erhalten“, so Hetjes.
 
Auch die Behauptungen, die Wohnungen befänden sich in einem schlechten Zustand, kann die CDU nicht nachvollziehen. „In der Tat müsste die Außenfassade zwar erneuert und energetisch saniert werden, jedoch wurden die Dächer sowie die Balkonanlagen in den vergangenen Jahren komplett erneuert. Von ‚marodem Zustand‘ kann daher keineswegs die Rede sein“, hält Hetjes den Kritikern entgegen.
 
„Und auch für die Stadt würde sich letztlich der Ankauf der Wohnungen bezahlt machen, denn eine günstigere Variante, an bezahlbaren Wohnraum heranzukommen, wird es in Bad Homburg nicht geben“, so Hetjes.
 
Die CDU-Fraktion hat daher für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstagabend einen Antrag eingereicht, der den Magistrat zur Prüfung des Erwerbs der Liegenschaft und Aufnahme von Gesprächen mit der Deutschen Rentenversicherung beauftragt.

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