Die CDU-Fraktion Bad Homburg bezieht erneut Stellung zu der Berichterstattung in der Taunus-Zeitung vom 31.01.2012. "Dass Dierolf immer wieder die Grundrechte bemüht, ist deshalb bemerkenswert, weil sie die Ultima Ratio unserer Rechtsordnung darstellen“, so die rechtspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Bad Homburg, Dr. Bettina Gentzcke. „Ein Anwalt greift auf sie zurück, wenn entweder schwerwiegende Rechtsverstöße vorliegen, die nicht über einfache Gesetze zu beseitigen sind oder wenn ihm gar keine anderen juristischen Argumente mehr einfallen, weil einfache Gesetze nichts für seinen Fall hergeben. Letzteres trifft auf das Plädoyer von Herrn Dierolf zu. Es ist schon abenteuerlich, davon zu reden, Frau Korwisi müsse zur obersten Personalchefin befördert werden, da sie anderenfalls in ihren Grundrechten verletzt wäre. Die Grundrechte gelten nie absolut, sondern finden ihre Grenzen in den Rechten anderer Grundrechtsträger. Auch die Mitarbeiter im Rathaus haben Grundrechte. Wie es sich auf ihre Zufriedenheit, Motivation und Leistungsbereitschaft am Arbeitsplatz auswirken wird, wenn ihr oberster Vorgesetzter die Ehefrau des Oberbürgermeisters ist, hat bisher noch niemand beleuchtet", so Gentzcke weiter.

„Was die CDU anprangert, ist die Gefahr von Interessenkonflikten, die bei einer solchen Stellenbesetzung ganz klar gegeben sind“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes. „Außerdem ist es untragbar, dass jetzt alle Stellen des hauptamtlichen Magistrats und der Chefposten für Personalangelegenheiten im Bad Homburger Rathaus in den Händen von drei Familien liegen sollen. In der Wirtschaft ist die Besetzung von Schlüsselpositionen eines Unternehmens ausschließlich mit Familienmitgliedern nur in Familienunternehmen möglich. Das setzt voraus, dass das Unternehmen im Eigentum der Familie steht. Für Rathäuser war diese Organisationsform bisher unbekannt. Das Bündnis für Korwisi macht das Bad Homburger Rathaus zum Familienunternehmen. Darum geht es und dies wollen wir nicht hinnehmen“, betont Hetjes.

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