Wussten Sie, dass es in Bad Homburg Versuchsfelder des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereines e.V. gibt? 120.000 Quadratmeter (12 ha) umfasst diese Fläche, auf der Pflanzensorten in verschiedenen Richtungen beobachtet und bewertet werden. Dabei spielen der Pflanzenschutz und Umweltanforderungen eine gewichtige Rolle. Die Ortsverbände Ober-Eschbach und Ober-Erlenbach der CDU hatten zu einer Veranstaltung mit Besichtigung der Versuchsfelder zum 29. Juni eingeladen. Eine überaus interessante und lehrreiche Vortragsreihe begeisterte die zahlreich erschienenen Besucher.

Herr Dr. Karl-Heinz Heckelmann erläuterte die Aufgaben und Zielsetzungen des Vereins. Er wies darauf hin, dass der Beruf des Landwirtes sich in den vergangenen Jahren drastisch gewandelt habe. So sei der Landwirt heute gut zur Hälfte seiner Beschäftigung als Betriebsmanager tätig. Die Ökonomie muss mit der Ökologie verbunden werden.

Das geht schon aus einem Vergleich der Anzahl der Betriebe in dem Zuständigkeitsbereich des Herrn Dr. Karl-Heinz Heckelmann, der auch Leiter des "Amtes für den ländlichen Raum" im Landratsamt des Hochtaunuskreises ist, hervor. Waren es 1950 noch ca. 13.700 landwirtschaftliche Betriebe, so sind es heute noch ca. 700; allerdings mit jeweils einer erheblich größeren Fläche.

Herr Hans Kellner, Pflanzenbauberater des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins, führte in einem etwa einstündigen Rundgang über die Versuchsfelder und erläuterte Einzelheiten zu den Kulturen. Welche Getreidesorten sind krankheitsresistenter und für welchen Boden geeignet ? Welche Düngung ist für diesen Boden angebracht, wie viel Stickstoff ist für Pflanze und Boden ausreichend, aber auch unschädlich? Welche Insektizide, welche Fungizide sind erforderlich und schaden weder Pflanzen noch nachhaltig der Natur und der Tierwelt? Viele Fragen und Anmerkungen hatten die Besucher, alles wurde fachgerecht beantwortet.

Nach Abschluss dieser Exkursion konnten sich alle Teilnehmer bei kalten Getränken und Köstlichkeiten vom Grill erholen und mit Herrn Kreislandwirt Georg Kopp, dem Betriebsleiter, über weitere Einzelheiten diskutieren. Rundum: eine gelungene Info-Veranstaltung.

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