Die CDU-Fraktion zeigt sich tief erschüttert und entsetzt über die Entscheidung von Oberbürgermeister Korwisi, seine Frau zur Personalchefin im Bad Homburger Rathaus zu befördern. Verstärkt wird dies durch die jüngsten Enthüllungen in der Presse rund um das angeblich neutrale und transparente Auswahlverfahren.
 
„Nachdem nun bekannt wird, dass das Besetzungsverfahren anscheinend doch nicht so einwandfrei gelaufen ist, muss jetzt geprüft werden, ob die in der Zeitung dargestellten Abläufe, den Tatsachen entsprechen. Zudem behalten wir uns vor, den Vorgang rechtlich prüfen zu lassen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hetjes.
„Unabhängig davon gibt es hier auch eine moralische Seite, die noch deutlich schwerer wiegt“, so Hetjes weiter.
 
Es ist schon erstaunlich, wenn ein Beratungsunternehmen ausgetauscht wird, nur weil es zu dem Schluss kommt, dass alle Bewerber die gleichen Voraussetzungen für diesen Posten mitbringen. Wenn danach aber ein anderes Beratungsunternehmen engagiert wird, das dann urplötzlich Frau Korwisi als die Geeignetste präsentiert, stinkt das zum Himmel!“, erklärt Hetjes weiter.
 
Dass das Korwisi-Bündnis im Magistrat dieser Beförderung und damit auch dieser Vorgehensweise zugestimmt hat, lässt tief blicken. „Damit hat sich das Bündnis nun endgültig als ‚Pfründnis‘ offenbart“, so Hetjes. „Da nutzen auch die Krokodilstränen der SPD-Vorsitzenden Barth und des NHU-Fraktionschefs Fritzel nichts, denn SPD und NHU haben als Teile des Korwisi-Bündnisses ja offensichtlich der Beförderung im Magistrat erst zur Mehrheit verholfen.“
 
Was für die CDU am vorliegenden Fall besonders schwer wiegt, ist die moralische Seite. „Das Verhalten des Oberbürgermeisters und seiner Koalition erweckt den Anschein von Selbstbedienungsmentalität und der Bevorzugung“, kritisiert CDU-Parteivorsitzender Thorsten Bartsch. „Unsere Kurstadt, mit ihrer positiven Strahlkraft im gesamten Rhein-Main-Gebiet, darf nicht in den Verruf kommen, eine Bananenrepublik zu sein. Das würde unserer Stadt massiven Schaden zufügen“, so Bartsch.
 
Außerdem verlieren aus Sicht der CDU die Bürger durch die Entscheidung weiter an Vertrauen in die Integrität politischer Führungspersönlichkeiten. Das ist für die Demokratie fatal und wird weiter dazu führen, dass noch weniger Bürger sich für Politik interessieren und zur Wahl gehen. Eine noch größere Entfremdung von der Basis zu den Regierenden droht. Das wollen wir in Bad Homburg nicht!
 
Daher appelliert die CDU dringend an den OB, seine Entscheidung rückgängig zu machen, bzw. an seine Gattin, auf die Beförderung zu verzichten. 

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