Die CDU-Fraktion kritisiert die Äußerungen der BLB zum Verkauf des ehemaligen Post-Areals für das geplante Kino-Projekt scharf. Die BLB hat sich irritiert gezeigt, dass der Magistrat „in einsamer Entscheidung, ohne die städtischen Gremien zu fragen“, das Grundstück verkaufe. „Diese Aussage ist schlichtweg falsch, es ist schon ein starkes Stück so etwas zu behaupten“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Oliver Jedynak.

„Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 11.04.2019 wurde der Magistrat beauftragt, auf der Grundlage verschiedener Eckpunkte ein Grundstückskaufvertrag zu verhandeln. Dieser Grundstückskaufvertrag wurde der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt und in der Stadtverordnetenversammlung am 27.06.2019 mit 44 Ja-Stimmen angenommen. Bei dieser klaren Informationslage entsteht der Eindruck, dass die BLB gezielt falsche Informationen streut“, so Jedynak.
Dieser Eindruck werde nach Ansicht der CDU-Fraktion auch dadurch gestärkt, dass der BLB-Fraktionsvorsitzende Armin Johnert sowohl in der Presse als auch in sozialen Medien verstärkt behauptet, dass der geplante Club unter städtischer Regie betrieben werden solle, was die Sachlage komplett ändere. „Auch diese Aussage ist wider besseres Wissen getätigt worden. Die von der Stadtverordnetenversammlung am 27.06.2019 beschlossene Vorlage ist auch in diesem Punkt eindeutig: Der Vertrag steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass der Investor bis Ende Oktober 2019 Mieter für den Club und das Parkhaus gefunden hat. Die BLB-Fraktionsmitglieder waren bei dieser Abstimmung anwesend und wissen daher, was tatsächlich beschlossen wurde. Oberbürgermeister Alexander Hetjes hat zudem betont, dass die Stadt nicht den Club betreiben wird. Was bezweckt die BLB nun mit gegenteiligen Äußerungen?“, fragt sich der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Auch die Aussage der BLB, dass das Hauptinteresse des Käufers das Betreiben von Einzelhandel sei, ist nach Ansicht der CDU-Fraktion Unsinn. „Offensichtlich soll hier der Eindruck geweckt und insbesondere bei Einzelhändlern Angst geschürt werden, dass am ehemaligen Post-Areal ein großes Einzelhandelscenter entstehen wird. Tatsächlich ist es so, dass der Fokus des Neubaus selbstverständlich auf dem Kino mit seinen sieben Sälen und insgesamt 900 Plätzen sowie dem Club liegen wird. Unklar ist zudem, ob tatsächlich zwei Einzelhandelsflächen dort entstehen werden oder ob lediglich eine Einzelhandelsfläche sowie ein Gastronomiebereich“, stellt Jedynak klar.
Jedynak fordert den BLB-Fraktionsvorsitzenden auf, derartige Fehlinformationen zu unterlassen. „Es ist besorgniserregend, dass die BLB mit der Verbreitung von Fake News den geplanten Kinobau offensichtlich nur schlechtreden möchte, weil es Oberbürgermeister Alexander Hetjes gelingen wird, einen langjährigen Wunsch der Bad Homburger Jugend, Kino und Club am Bahnhof anzusiedeln, zu erfüllen. Die CDU-Fraktion hat sich mit aller Kraft für die Realisierung dieses Projektes am Bahnhof eingesetzt. Dass dem Investor vertraglich die Risiken für die Genehmigungsfähigkeit sowie für die Realisierung des Projekts übertragen wurden und der Investor daher das Projekt auf eigene Kosten entwickelt ist ein großer Erfolg. Und diesen Erfolg lassen wir uns von der BLB nicht schlechtreden“, führt Jedynak abschießend aus.

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