Die CDU-Fraktion Bad Homburg zeigt sich enttäuscht über die am Dienstagabend im Bau-, Planungs-, und Umweltausschuss auf Initiative des Bündnisses aus Grünen, SPD, BLB und NHU beschlossene Verwerfung des Masterplans.

„Die Beerdigung des Masterplans ist eine verpasste Chance integrativer Stadtplanung. Und das ausgerechnet von einem Bündnis, das sich das Thema „Bürgerbeteiligung“ groß auf die Fahnen geschrieben hat", so der CDU-Fraktionsvorsitzende
Alexander Hetjes. „Ein Projekt, welches fraktionsübergreifende Zustimmung fand und sogar bereits europaweit ausgeschrieben wurde, wird nunmehr aus nicht nachvollziehbaren Grabenkämpfen heraus vernichtet. Und das, obwohl das Bündnis nicht müde wird zu betonen, dass keine guten Ideen abgelehnt würden, nur weil sie von anderen Parteien stammen“, so Hetjes weiter.

„Bad Homburg wird im interkommunalen Wettbewerb zurückfallen. Der professionelle Blick von außen wäre wichtig gewesen“, so die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Ursula Conzelmann. „Bürgerbeteiligung ist selbstverständlicher Bestandteil von Stadtplanung. Der Masterplan für Bad Homburg geht aber weit darüber hinaus. Private Entscheidungsträger wie z.B. Vereine, Kircheninstitutionen, Firmenleitungen werden von Anfang an eingebunden und in die Verantwortung genommen. Diese so genannte dritte Säule hätte eine ganz andere Beteiligungsqualität bedeutet“, so Conzelmann weiter. „Auch die vom Bündnis bezifferten Kosten für einen Masterplan in Höhe von angeblich 450.000 € sind schlichtweg falsch und nicht nachvollziehbar. Experten schätzen die Kosten für eine Stadt wie Bad Homburg auf 200.000 €. Die nunmehr fehlende Planung und Konzeptlosigkeit wird am Ende wesentlich teurer für die Stadt“, so Conzelmann.

„Interessanterweise wird in unserer Nachbargemeinde Oberursel am Mittwoch die Erstellung eines Masterplans von CDU, Grünen, SPD und OBG beschlossen. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sich eine gute Idee am Ende doch durchsetzt. Vielleicht zeigen uns die Oberurseler jetzt, wie wichtig Standortfaktoren in Zukunft sein werden“, so Conzelmann weiter.

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