Die Stadtverordnetenversammlung hat am 8.11.2012 einer geänderten Bebauung auf dem ehemaligen Lilly-Gelände zugestimmt. Auf dem Gelände werden die Stadtwerke ein Bürogebäude mit Kundencenter, Werkstätten, Lagerflächen, Betriebswohnungen und einen Raum (200 m²) für Vereinszwecke sowie Lagerräume für das Gotische Haus errichten. Ferner werden ein drei- bis viergeschossiges  Mehrfamilienhaus an der Hohemarkstraße sowie 28 Stadt- und Reihenhäuser gebaut werden. Die hierfür erforderliche Änderung des Bebauungsplans Nr. 49 wurde am 13.11.2012 in Kraft gesetzt.

Die CDU hat nach intensiver politischer Diskussion mithilfe der Bürgerinnen und Bürger wichtige Punkte durchsetzen können. So wurden die ursprünglich geplanten 130 Wohneinheiten wurden auf 86 reduziert, um eine aufgelockerte Bebauung zu ermöglichen.

Den Ausbau der Infrastruktur konnten wir durch einen Ergänzungsantrag wie folgt unterstützen:

Kinderbetreuung

Der Bedarf an zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen in Dornholzhausen im Bereich Krippe, Kindergarten, Hort wird seitens der Stadt anerkannt. Es sollen zusätzliche Plätze durch folgende Maßnahmen geschaffen werden:

    Neubau der KITA Dornholzhausen auf dem bisherigen Gelände (bis zu 20 zusätzliche Betreuungsplätze). Planungsphase 2013, Bauphase ab 2014 (war bereits politischer Konsens)

    Prüfung der Errichtung einer weiteren Krippe, eventuell auf dem ehemaligen Lilly-Gelände (neu) sowie einer weiteren Kinderbetreuungseinrichtung an der Gertrud-Bäumer-Straße (neben dem neuen Feuerwehrgebäude) (neu)

    Bauvoranfrage für ein Schulkinderhaus mit Cafeteria und Betreuungsplätzen für 60 Grundschulkinder an der Valkenierstraße nach Verlegung der Feuerwehr ab 2015

    Grundschule

    Die Stadt erkennt an, dass die Grundschule Dornholzhausen an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen ist und zukünftig mindestens drei Klassenräume fehlen. Die Stadt nimmt mit dem Schulträger (Kreis) Gespräche auf, um Lösungen für eine räumliche Erweiterung zu finden (z.B. Aufstockung oder andere Lösungen).

    Erläuterung: Die Grundschule Dornholzhausen wurde ursprünglich für ausreichend befunden. Die Platzprobleme der Schule wurden erst durch die politische Diskussion um die Lilly-Bebauung und nach Bekanntwerden des Schulentwicklungsplans mit den zukünftigen Schülerzahlen für Dornholzhausen im Herbst 2012 von der Stadt anerkannt.

    Vereinshaus

    Die Stadt erkennt den Bedarf für ausreichende Räumlichkeiten zu Vereinszwecken in Dornholzhausen an und hat zugesagt, das Vereinshaus Dornholzhausen zu erhalten und dessen Kapazität um einen Raum in dem zukünftigen Gebäude der Stadtwerke auf dem ehemaligen Lilly-Gelände zu ergänzen.

    Verkehr

    Die Stadt erkennt an, dass der Verkehr an der sog. PPR-Kreuzung in den kommenden Jahren massiv zunehmen wird und daher Verkehrsentlastungsmaßnahmen notwendig sind. Die von der CDU geforderte neue Verkehrszählung an der PPR-Kreuzung wird bei der Konzeption dieser Lösungen berücksichtigt werden.

    Erläuterung: Die dem Bebauungsplan Nr. 49 zugrundeliegenden Verkehrsgutachten basieren auf alten Verkehrszählungen. Um die Verkehrsentlastungsmaßnahmen richtig zu planen, bedarf es aktueller Verkehrszahlen aus 2012.

     

    Zu folgenden Punkten konnte sich die CDU aufgrund fehlender politischer Mehrheiten mit ihren Forderungen (noch) nicht durchsetzen:

    • Keine verbesserte Gestaltung des Ortseingangs Dornholzhausen (kein Gesamtkonzept mit der Lilly-Bebauung)

    Kein Bau des neuen Feuerwehrgebäudes auf dem ehemaligen Lilly-Gelände

    Kein Bau einer neuen Sporthalle (erneute Ablehnung durch OB Korwisi in der Ortsbeiratssitzung am 8.10.2012)

    Keine weitergehenden Verkehrsentlastungsmaßnahmen als der Umbau der PPR-Kreuzung

     
    Zu folgenden Punkten wird sich die CDU auch künftig mit Nachdruck einsetzen:

    • Die CDU wird sich im Ortsbeirat Dornholzhausen und im Stadtparlament weiterhin für einen zügigen Ausbau der sozialen Infrastruktur in Dornholzhausen einsetzen.

    Die CDU hält den beschlossenen Umbau der PPR-Kreuzung – Freier Rechtsabbiegers aus Dornholzhausen raus, zwei Geradeausspuren von der Saalburg kommend Richtung A 661, zwei Geradeausspuren von Dornholzhausen Richtung Innenstadt - langfristig für nicht ausreichend und wird umfassendere Lösungsmöglichkeiten weiterverfolgen, um den Verkehrsfluss an der PPR-Kreuzung trotz erheblich zunehmendem Verkehrsaufkommens sicherzustellen.

    Autor: Dr. Bettina Gentzcke (Vorsitzende CDU Dornholzhausen)

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