Mit der Einführung der gesetzlich vorgeschriebenen Biotonne zum 01. April 2016 wurde auch die Abfallsatzung der Stadt Bad Homburg angepasst.

Eine wesentliche Veränderung der Abfallsatzung war die Einführung von Mindestmüllmengen. Dies half zwar dem Betriebshof bei der Kostenkalkulation, ist jedoch das völlig falsche Signal an die Bürgerinnen und Bürger, die man eigentlich belohnen sollte, wenn sie weniger Müll produzieren. Allein das Wort „Mindestmüllmenge“ hat aus der Sicht des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Mitglied im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss Michael Velten schon Qualität für das Unwort des Jahres. Die Mitglieder der CDU-Fraktion haben sich in der letzten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses zum Jahreswechsel 2015/2016 bereits vehement gegen die Einführung der Mindestmüllmenge gewehrt. Nur in Verbindung mit der Auflage, dass das Thema nach einem Jahr evaluiert wird, hat man der Änderung der Abfallsatzung zugestimmt. Seit Einführung der Biotonne ist nun ein Jahr vergangen und die Evaluierung hat ergeben, dass auf die Mindestmüllmenge verzichtet werden kann.

Der CDU und auch vielen Bad Homburgern ist es wichtig, dass der Bürger seine Tonnengröße, im Rahmen der verfügbaren Tonnen, selbst bestimmen kann. Bei vielen Bad Homburgern, die sich gewissenhaft mit der Mülltrennung beschäftigt haben, ist im vergangenen Jahr im Wesentlichen „Luft“ geleert worden, so der Fraktionsvorsitzende Oliver Jedynak. Somit hat die CDU-Fraktion für die kommende Bau-, Planungs- und Umweltausschusssitzung einen entsprechenden Antrag zur Abschaffung der Mindestmüllmengen gestellt. Mal abgesehen von der Diskussion über die Biotonne, hat sie Einführung auf jeden Fall bewirkt, dass sich das Mülltrennungsverhalten der Bürger zum Positiven entwickelt hat. Aus der Evaluierung lässt sich ableiten, dass die Summe aus Bio- und Restmüll heute deutlich geringer ist als der gesamte Restmüll vor Einführung der Biotonne. In gleicher Wiese sind die recyclebaren Müllmengen von „Gelber Sack“, Papier und Glas nach oben gegangen.

Die CDU-Fraktion freut sich über diese positive Entwicklung und hofft auf rege Zustimmung auch aus der Opposition und zieht für sich das Resümee „Dranbleiben lohnt sich“.

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