Am 27.02.2013 wurden im hessischen Landtag Herrn Staatsminister Grüttner im Beisein der Landtagsabgeordneten Holger Bellino und Jürgen Banzer 10.000 Unterschriften übergeben, die in Bad  Homburg und im  Hochtaunuskreis gesammelt wurden mit dem Ziel, die medizinische Versorgung unserer Kinder im Hochtaunuskreis auf das Niveau anzuheben, das für uns Erwachsene mit dem Neubau der Kliniken gegeben ist. Dafür bedarf es der Einrichtung einer kinderärztlichen Notfallversorgung mit einer fachärztlichen geleiteten Kinderstation, mit ausreichenden Möglichkeiten der Diagnostik und der Möglichkeit der stationären Aufnahme (Kinderklinik der Grundversorgung).                                             

Trude Sommer, Barbara Jessen, Ursula Conzelmann und Dr. Alfred Etzrodt waren eigens  nach Wiesbaden gefahren um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Staatsminister Grüttner begrüßte das hohe bürgerliche Engagement, sicherte Unterstützung zu, konnte aber noch keine bindenden  Zusagen machen. Staatsminister Grüttner erläuterte jedoch, dass er schon ein Gutachten bei dem unabhängigen „Institut für das Entgeltsysteme im Krankenhaus“ (InEK)  in Auftrag gegeben habe, mit dem Ziel einen Überblick zu bekommen über die im Hochtaunuskreis anfallenden Kinder-Krankheitsfälle. Damit wäre die sachgerechte Beurteilung  des  gegebenenfalls notwendigen Umfangs der stationären Versorgung möglich. Die Zahlen sollen im Sommer vorliegen, so dass dann eine Entscheidung fallen wird. Im Hochtaunuskreis leben etwa 22.000 Kinder unter 10 Jahren, bei deren medizinischen Versorgung eine Kinderklinik auf jeden Fall einzubinden ist.

Begonnen hat alles im September 2011, Trude Sommer startete als betroffene Großmutter eine Unterschriften-Aktion, in der sich Bürger mit ihrer Unterschrift dafür einsetzten, dass in der Neuen Klinik auch eine Kinderstation geschaffen werden sollte, um die ärztliche Versorgung unserer Kinder im Hochtaunuskreis zu verbessern.  Ende des Jahres lagen die ersten 3.000 Unterschriften vor. Landrat Krebs sicherte Unterstützung zu, die Hochtaunus-Kliniken stellten einen Antrag auf Genehmigung einer Hauptabteilung Kinder- und Jugendmedizin beim Hessischen Sozialministerium, der zuständigen Genehmigungsbehörde. Die Bad Homburger CDU griff das Thema auf, insbesondere Frau Ursula Conzelmann und Frau Barbara Jessen engagierten sich intensiv bei dem Thema, für die Sachdiskussion brachte sich Dr. Alfred Etzrodt ein.

Im März 2012 gab es von der Bad Homburger Politik in der Stadtverordnetenversammlung  ein parteiübergreifendes einstimmiges Votum für die Verbesserung der kinderärztlichen Versorgung in den Hochtaunus-Kliniken. Die Landtagsabgeordneten Holger Bellino und Jürgen Banzer sicherten gleichfalls Unterstützung zu. Schließlich steht der Hochtaunuskreis  für Qualität bei der Betreuung  unserer Kleinkinder und im Bereich Schule. Der Kreis, die Städte und Gemeinden werben  für den Zuzug von jungen Familien mit Kindern. Unsere Kinder haben einen Anspruch auf eine qualifizierte wohnortnahe ärztliche Versorgung.  

Dieses Ziel ist aber trotz aller zugesicherten Unterstützung immer  noch nicht erreicht. Deshalb kämpfen wir  weiter. Wir brauchen weiterhin das Engagement und die Unterstützung möglichst vieler Bürger des Hochtaunuskreises, von  Großeltern und  Eltern. Und so werden wir weiter Unterschriften sammeln, Informationsveranstaltungen durchführen, um dann im Sommer hoffentlich einen positiven Bescheid zu erhalten.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag