"Jeder von uns kennt jemanden in unserem Alter, der in Bad Homburg schon einmal Opfer von Gewalt auf offener Straße geworden ist - nur scheint es, dass in den letzten Jahren die Brutalität der Angriffe deutlich zugenommen hat. Dieses Alarmsignal war für uns der Anlass, eine Diskussion zum Thema Jugendgewalt zu organisieren", erklärt der Vorsitzende der Jungen Union (JU) Bad Homburg, Roland Mittmann.
Die Diskussionsveranstaltung mit dem Titel "Jugendgewalt in Bad Homburg" findet am Sonntag, 13. Dezember, um 14.30 Uhr im Kurhaus, Säle Kleist und Hölderlin, statt. Mitdiskutieren werden sowohl Fachleute als auch Lokalpolitiker - der JU kommt es darauf an, dass nicht nur von den Experten Vorschläge unterbreitet werden, sondern die politisch Verantwortlichen auch in die Pflicht genommen werden, sich damit zu befassen. Der Titel ist dabei bewusst gewählt: "Wir wollen sowohl über Gewalt von Jugendlichen als auch über Gewalt gegen Jugendliche sprechen - in den meisten Fällen sind aber ohnehin sowohl Täter als auch Opfer junge Leute", so die JU.
Weiter ins Detail gehen möchten Mittmann und seine Mitstreiter aber vorerst nicht - das soll schließlich Aufgabe der Veranstaltung werden. Diskutieren werden Siegfried Schlott, Pressesprecher und Jugendkoordinator der Polizeidirektion Hochtaunus, Ulrich Warncke, Stellvertretender Landesvorsitzender der Opferschutzorganisation Weißer Ring, sowie Sabrina Baier, die als Kriminologin in einem Projekt zur beruflichen Wiedereingliederung straffällig gewordener Jugendlicher in Offenbach tätig ist. Aus den Reihen der Politik sind außerdem dabei: Dieter Kraft (GRÜNE), Jugend- und Sozialdezernent der Stadt Bad Homburg, sein Kollege, Ordnungsdezernent Peter Vollrath-Kühne (FDP), sowie Dr. Alfred Etzrodt. Neben seiner Funktion als Mitglied des Jugend- und Sozialausschusses ist der CDU-Fraktionsvorsitzende auch Chefarzt der Frauenklinik der Hochtaunuskliniken. Im Anschluss an die moderierte Diskussion der Teilnehmer wird auch die Möglichkeit für das Publikum bestehen, Fragen zu stellen.
"Unsere Veranstaltung wird mit Sicherheit keine Patentlösung für die absolute Sicherheit liefern können. Wir würden uns aber freuen, wenn wir damit zumindest einen Anstoß geben könnten, Wege dafür zu finden, dass sich junge Menschen sich in unserer Stadt wieder gefahrloser bewegen können", erklärt Mittmann abschließend.